Nokia liegt Microsoft schwer im Magen

23. Juli 2014, 07:35
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Im Kerngeschäft mit Business-Kunden läuft es für Microsoft gut, doch das übernommene Handygeschäft von Nokia zieht den Software-Konzern herunter.

Im Kerngeschäft mit Business-Kunden läuft es für Microsoft gut, doch das übernommene Handygeschäft von Nokia zieht den Software-Konzern herunter.
Das frisch hinzugekaufte Handygeschäft von Nokia überschattet einen an sich guten Geschäftsgang von Microsoft. Von April bis Juni - dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 des Software-Konzerns - häufte die Sparte einen operativen Verlust von 692 Millionen Dollar an, wie der Konzern am Dienstag am Sitz in Redmond mitteilte.
Insgesamt schrumpfte der Quartalsgewinn von Microsoft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr 2013/14 verdiente Microsoft jedoch mit 22,1 Milliarden Dollar etwas mehr - dank seiner Software.
So verdoppelte sich das Geschäft mit Cloud-Angeboten. Er sei "stolz" auf das Abschneiden, sagte der neue Microsoft-Chef Satya Nadella in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Der Aktienkurs des Konzerns stieg nachbörslich.
Microsoft hatte die insgesamt mehr als 5,4 Milliarden Euro teure Nokia-Übernahme Ende April abgeschlossen. Insgesamt kostet die Neuaufstellung bei Microsoft 18'000 Beschäftigte den Job.
"Ich bin stolz darauf, dass sich unser aggressiver Vorstoss in die Cloud auszahlt", sagte Nadella. Daneben verkauften sich die Bürosoftware Office und das PC-Betriebssystem Windows besser als im Vorjahreszeitraum. Gleiches gilt für die Spielekonsole Xbox und das Tablet Surface.
Der Konzernumsatz kletterte insgesamt um 3,5 Milliarden Dollar auf 23,4 Milliarden Dollar. Der Neuzugang Nokia steuerte annähernd 2,0 Milliarden Dollar zu dem Umsatzsprung bei. Zuletzt verbuchte Nokia vor allem bei günstigen Windows-Smartphones Zuwächse. Mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen rechnet Microsoft-Finanzchefin Amy Hood aber erst im Geschäftsjahr 2016. Insgesamt konnte Microsoft mehr Geschäft machen als Analysten erwartet hatten; zugleich stiegen jedoch die Kosten etwa für die Entwicklung und das Marketing der Produkte. (sda/mim)

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