Nokia streicht weitere 3'500 Stellen

29. September 2011, 12:27
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Der finnische Handyhersteller Nokia ist weiter auf Schrumpfkurs.

Der finnische Handyhersteller Nokia ist weiter auf Schrumpfkurs. Der einstige Handy-Primus will Ende Jahr sein Werk im rumänischen Cluj schliessen. Damit verlieren rund 2'200 Angestellte ihre Arbeit. Erst 2008 hatte Nokia die Handy-Produktion im deutschen Bochum nach Cluj verlegt. Die Auslagerung führte damals zu heftigen Protesten der deutschen Politik und Gewerkschaften, weil der Konzern 2004 noch Fördermittel in der Höhe von 1,3 Millionen Euro für den Standort Bochum kassierte. Erst im vergangenen Jahr entschied das Kölner Verwaltungsgericht, dass Nokia die Forschungsfördermittel nicht zurückzahlen müsse.
Auch in der einst prestigeträchtigen Navigationssparte werden Stellen gestrichen. Insgesamt sollen in der Softwareentwicklung 1'300 Stellen gestrichen werden, so Nokia. Im Bereich Produktentwicklung sollen die Standorte Bonn (Deutschland) und Malvern (USA) zum Ende des kommenden Jahres geschlossen werden, heisst es weiter. Wie viele Mitarbeiter davon betroffen sein werden, soll aber erst Anfang des kommenden Jahres feststehen.
Auf der Kippe stehen auch die Produktionsstandorte in Salo (Finnland), Komarom (Ungarn) und Reynosa (Mexiko). Wie Nokia-Chef Stephen Elop sagte, würden die Veränderungen den Handyhersteller zu einem dynamischeren und effizienteren Wettbewerber machen. Der Personalabbau sei zwar "schmerzhaft, aber notwendig", so Elop weiter. (bt)

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