Nokia trennt sich von Security-Sparte und Server-Software

30. September 2008, 10:04
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Nokia gibt zwei seiner Geschäftsbereiche auf, mit denen der finnische Handyriese bisher versuchte, mit anderen Produkten als "nur" Handys im Unternehmensgeschäft zu reüssieren.

Nokia gibt zwei seiner Geschäftsbereiche auf, mit denen der finnische Handyriese bisher versuchte, mit anderen Produkten als "nur" Handys im Unternehmensgeschäft zu reüssieren.
Nokia hat gestern bekannt gegeben, dass ein Verkauf seiner Security-Appliance-Sparte kurz bevorstehe. Man befinde sich in "fortgeschrittenen" Diskussionen mit einem Käufer. Wer das sein soll, verriet Nokia allerdings nicht. Der Security-Appliance-Bereich, in dem Nokia Hardware herstellt, auf der hauptsächlich Software des Partners Check Point läuft, führte in den letzten Jahren beim Handy-Riesen ein Mauerblümchendasein. Falls der Deal zustande kommt, so Nokia, würde der Appliance-Bereich dagegen unter der neuen Besitzerschaft "sein volles Potential" realisieren können.
Gleichzeitig kündigte Nokia auch Aufgabe der Entwicklung und des Vertriebs von eigenen Serverlösungen für mobiles E-Mail an. Nokia hatte es in diesem Bereich nie geschafft, ernsthaft Marktanteile zu erobern. Nun will sich Nokia auf die Integration seiner Handy-Software in die Serverlösungen der grossen Anbieter wie Microsoft, IBM oder Cisco konzentrieren. Die freiwerdenden Ressourcen sollen gemäss Nokia in die Entwicklung von E-Mail-Push-Services für Heimkosumenten gesteckt werden. (hjm)

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