Nokia verliert Geld, ETH verliert Nokia

18. Oktober 2012, 12:36
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Nokia schreibt weiter rote Zahlen. Die Krise trifft nun auch die Schweiz. Der finnische Handy-Hersteller verlässt das Forschungszentrum an der EPFL in Lausanne.

Nokia schreibt weiter rote Zahlen. Die Krise trifft nun auch die Schweiz. Der finnische Handy-Hersteller verlässt das Forschungszentrum an der EPFL in Lausanne.
Tiefrote Zahlen bei Nokia. Der Verlust im abgelaufenen Quartal beträgt nahezu eine Milliarde Euro. Nun bekommt auch die Schweiz die Krise des finnischen Handy-Herstellers zu spüren. Laut der Westschweizer Zeitschrift 'ICTjournal' verlässt das Unternehmen das Forschungszentrum der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL).
Nokia hatte 2008 in Ecubles bei Lausanne auf dem Gelände der EPFL das Forschungszentrum Nokia Research Center (NRC) errichtet. Durch die Zusammenarbeit mit der EPFL und der ETH Zürich sollte vor allem im Bereich "Internet der Dinge" geforscht werden. Der Grund für das Ende der Zusammenarbeit sei, dass Nokia die Forschungs- und Entwicklungskosten senken wolle. Das Unternehmen hatte bereits im Verlauf dieses Jahres zwei Forschungszentren in Deutschland und Kanada geschlossen.
"Obwohl die Aktivitäten in Lausanne für unsere Forschung eine wichtige Rolle gespielt haben, mussten wir uns dennoch dafür entscheiden, unsere Aktivitäten zu stoppen", zitiert das 'ICTjournal' Brett Young, Mediensprecher von Nokia. Die EPFL selbst verwies auf Anfrage der Redaktion auf Nokia.
Zahlen nicht so schlecht wie erwartet
Einen kleinen Aufsteller gibt es für Nokia trotz allem. Der verbuchte Verlust ist geringer ausgefallen als befürchtet. Die Aktie schnellte nach der Publikation der Zahlen um mehr als sieben Prozent in die Höhe.
Der Verlust beträgt 969 Millionen Euro. Das ist zwar weniger wie im letzten Quartal mit 1,41 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vorjahresquartal war das Minus aber 14 Mal höher. Der Umsatz sank im dritten Quartal um 19 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Nokia setzt weiterhin all seine Hoffnung in die neuen Lumia-Modelle mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8, die Ende Oktober auf den Markt kommen sollen. (lvb)

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