Nokia wird Serverhersteller

1. Juni 2015, 15:53
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Rückt zur Seite, HP, Dell, Cisco und Co. Zumindest bei Telco-Kunden.

Rückt zur Seite, HP, Dell, Cisco und Co. Zumindest bei Telco-Kunden.
Eines kann man Nokia, seitdem die Finnen ihr Handygeschäft vor einem Jahr bekannt gegeben, und nun stürzt sich Nokia in ein ganz neues Gebiet: Cloud-Infrastrukturlösungen, bestehend aus Servern, Switches und Storage. Nokias auf Intel-CPUs basierende "AirFrames" sind zwar eigentlich auch als Allzweck-Server einsetzbar, wie Nokia-Vertreter bei der heutigen Lancierung erklärten, die Zielkundschaft sind aber ganz klar Telekommunikations-Unternehmen.
Viele Telcos weltweit, so Nokia, seien gegenwärtig daran, in ihren Rechenzentren Cloud-Infrastrukturen zur Verwaltung ihrer Netzwerke einzuführen. Dafür aber einfach die Produkte und Methoden der traditionellen "IT-Welt" zu benützen sei nicht ideal. Nokia, als erfahrener Lieferant von Netzwerk-Infrastruktur für Telcos, sei in einer deutlich besseren Position, um Cloud-Infrastruktur zu liefern, welche die spezifischen Anforderungen für den Betrieb von gegenwärtigen und zukünftigen Telco-Applikationen erfüllen. Dazu gehörten unter anderem eine sehr niedrige Latenzzeit und ein hoher Datendurchsatz. Die von Nokia konzipierten konvergente Cloud-Lösungen seien beispielsweise schon jetzt "5G-Ready".
Die AirFrames bieten laut Nokia unter anderem signifikant bessere Leistungen beim Betrieb von datenintensiven Telco-Applikationen als traditionelle IT-Hardware, zum Beispiel für virtuelle Netzwerkfunktionen in mobilen Netzwerken. Gleichzeitig würden sie aber voll auf den üblichen IT-Standards basieren, so dass man parallel zu den Telco-Apps auch normale IT-Applikationen darauf betrieben könne. Dies wiederum ermögliche es Telcos auch, beispielsweise Rechenzentrumskapazität an Drittkunden zu vermieten.
Obwohl die AirFrames laut Nokia ab heute erhältlich sind, verrieten die Finnen anlässlich der Ankündigung erst wenige Details zum Innenleben der Geräte. Einige spärliche Informationen findet man hier. (Hans Jörg Maron)

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