Nokias Führung im Handymarkt schmilzt

25. November 2004, 10:10
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Vom Siegeszug der Smartphones profitieren vor allem Samsung, Sony Ericsson und Motorola.

Im westeuropäischen Markt für Mobiltelefone hat sich gemäss den neusten Zahlen des Marktforschungsinstituts kein drastischer Umsturz abgespielt, aber es gibt doch deutliche Verschiebungen bei den Marktanteilen. Insgesamt wurden im dritten Quartal dieses Jahres gemäss IDC 24% mehr Handys verkauft, als vor einem Jahr.
IDC vermerkt zwei Haupttrends: Das Segment der Smartphones (IDC nennt sie "converged Devices") zeigt mit 70% das stärkste Wachstum. Und Features, die vor einem Jahr noch hauptsächlich bei teureren Handys zu finden waren, z. Bsp. Farbdisplays und eingebaute Kameras, sind nun im mittleren Preissegment fast Standard und sogar teilweise schon bei Billigmodellen zu finden.
Samsung, Sony Ericsson und Motorola heissen die Gewinner unter den grossen Herstellern. Samsung konnte im Q3 2004 mehr als doppelt so viele Geräte verkaufen, wie vor einem Jahr und liegt jetzt mit 13% Marktanteil an dritter Stelle in der Rangliste der Hersteller. Sony Ericsson konnte 95% mehr verkaufen und liegt mit gleichauf mit Samsung. Motorola konnte seinen Absatz um 88% steigern und liegt nun bei 10% Marktanteil an fünfer Stelle.
An der Spitze der Marktanteilsrangliste liegt weiterhin mit grossem Abstand Nokia. Die Finnen konnten aber 8% weniger Geräte verkaufen, als vor einem Jahr und haben nun nur noch 34% Marktanteil. Nokia ist zwar bei den Smartphones auch einigermassen mit dabei, der Smartphonemarkt wächst aber schneller als der Absatz der Finnen (+40%). Siemens, mit 15% Marktanteil an zweiter Stelle liegend, hat durch seine geringe Absatzsteigerung von 5,5% ebenfalls Marktanteile verloren. Siemens ist bei den Smartphones – mit nur einem Modell im Angebot – deutlich untervertreten. (Hans Jörg Maron)

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