Nortel favorisiert LTE gegenüber WiMAX

13. Februar 2008, 16:00
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Die vierte Generation (4G) der Mobilfunkanwendungen beruht vor allem auf bidirektionalen Breitbandangeboten.

Die vierte Generation (4G) der Mobilfunkanwendungen beruht vor allem auf bidirektionalen Breitbandangeboten. YouTube-Downloads auch im ICE, HD-Fernsehen überall unterwegs und Echtzeit-Interaktion und -Kommunikation in Beruf und Freizeitnicht nur am PC, haben sich die Mobilfunkanbieteranbieter ins Pflichtenheft geschrieben. Bezüglich des rechten Wegs dahin, ist man sich allerdings uneins. Während WiMAX bereits in aller Munde ist, kennt derzeit kaum jemand Long Term Evolution (LTE). Nortel hat zusammen mit LG seine Pläne bezüglich des Konkurrenzstandards auf dem Mobile World Congress 2008 (MWC) in Barcelona vorgestellt. Demnach sind für dieses Jahr Feldversuche vorgesehen. Ab 2009 soll dann die Infrastruktur geschaffen werden, um Anfang 2010 erste kommerzielle Angebote unterbreiten zu können.
Auch wenn ein Sprecher des US-Carriers Sprint Nextel LTE despektierlich als „late to evolve“, also „Spätentwickler“ interpretierte, könnte sich der Rückstand von LTE auf den Konkurrenten WiMAX unter Umständen als Vorteil erweisen. Das mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte WiMAX-System stösst in der Praxis besonders in gebirgigen Regionen leicht an seine Grenzen. Wenn LTE hier punkten könnte, hätte es einen weiteren Pluspunkt auf seiner Seite. Eines der wesentlichen Argumente für Long Term Evolution als 4G-Standard ist bislang die leichtere technische Migration für die Telekommunikationsanbieter von UMTS über HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) zu LTE. Es geht aber wie bei allen Standards und Protokollen auch ums liebe Geld in Form von Lizenzgebühren. LTE basiert auf dem ursprünglich von Nortel entwickelten High Speed OFDM Packet Access (HSOPA). (tm)

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