Nortel im Strudel der Börsen-Krise

18. September 2008, 09:58
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Nortel hatte gestern Abend schlechte Nachrichten: Der Jahresumsatz, so der kanadische Hersteller von Netzwerkausrüstung für die Telekommunikationsindustrie, werde dieses Jahr verglichen mit 2007 nicht wie erwartet steigen sondern um etwa 2 bis 4 Prozent fallen.

Nortel hatte gestern Abend schlechte Nachrichten: Der Jahresumsatz, so der kanadische Hersteller von Netzwerkausrüstung für die Telekommunikationsindustrie, werde dieses Jahr verglichen mit 2007 nicht wie erwartet steigen sondern um etwa 2 bis 4 Prozent fallen. CEO Mike Zafirovski kündigte ausserdem an, dass Nortel weitere Stellen streichen wolle und den Verkauf des "Metro Ethernet"-Geschäftsteils erwäge, um zusätzliches Kapital aufzutreiben.
Weder die Aussicht auf Kosteneinsparungen noch auf den Gewinn aus dem Verkauf eines Unternehmensteils vermochte allerdings die Aktionäre zu besänftigen, die unter dem Eindruck der Finanzkrise generell sehr nervös sind: Nortel wurde hart abgestraft und die Nortel-Aktie fiel nach den Ankündigungen an der Wall Street um nicht weniger als 49 Prozent.
Vor allem, dass Nortel einen kleinen aber an sich viel versprechenden Unternehmensteil abstossen will, um seinen Bargeldbestand zu erhöhen, scheint einige Alarmglocken ausgelöst zu haben. Nortels Chefstratege George Riedel hielt dem entgegen, dass sich das Unternehmen nicht in einer Krise befinde und dass noch weitaus genug Bargeld vorhanden sei, um die Geschäfte fortzusetzen. Mit dem Verkauf wolle man vielmehr auf die Kritik reagieren, dass Nortel in zu vielen Bereichen tätig sei. Nortel wolle in Zukunft lieber "weniger Wetten mit mehr Ressourcen" abschliessen. (hjm)

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