Norwegen hat ein Datenschutzproblem

18. September 2008, 05:50
image

Wieder einmal macht ein Datenskandal Schlagzeilen: Die Steuerbehörde von Norwegen hat Personennummern zur Identifizierung aller vier Millionen Steuerzahler inklusive ihrer Einkommen an die zehn führenden Medien des Landes verschickt.

Wieder einmal macht ein Datenskandal Schlagzeilen: Die Steuerbehörde von Norwegen hat Personennummern zur Identifizierung aller vier Millionen Steuerzahler inklusive ihrer Einkommen an die zehn führenden Medien des Landes verschickt. Es sei ein Versehen gewesen, versichert die Behörde. Die Daten wurden offenbar auf CDs gespeichert und per Post verschickt.
"Wir können uns das absolut nicht erklären", wird die Sprecherin des Steueramtes in verschiedenen Medien zitiert. Die aus dem Geburtsdatum und einer fünfziffrigen Zahl bestehende Personennummer wird in Norwegen von allen Behörden, Banken, Versicherungen, Krankenhäusern und auch Unternehmen zur Personenidentifizierung benutzt.
Was an der Geschichte erstaunt, ist, dass die Steuerbehörde jedes Jahr eine Liste mit Namen, Einkommen und Einkommensteuer norwegischer Steuerzahler an die Medien verschickt. Dass die Personennummer hinzugefügt wurde, war ein Irrtum. Doch aus Sicht des Datenschutzes ist der jährliche Versand einer solchen Liste an die Medien geradezu grotesk. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

So arbeiten Googles interne Hacker

Hoodies, Plasmalampen, digitale Brandstiftung. Daniel Fabian, Leiter von Googles Team Red, zeigt Praktiken seiner Hacker-Gruppe.

publiziert am 2.2.2023
image

Meta spart und gibt sich optimistisch

Mark Zuckerberg kündigt ein "Jahr der Effizienz" an. Gestrichen werden Investitionen in RZs, das Management wird umgebaut.

publiziert am 2.2.2023
image

Wie die Schweizer Bevölkerung die Digitalisierung wahrnimmt

Cybergefahren werden präsenter, E-Government-Vorhaben nicht: Die Stiftung Risiko-Dialog hat der Schweiz auf den digitalen Zahn gefühlt.

publiziert am 2.2.2023
image

Ex-Avaloq-CEO erhält weiteren VR-Sitz

Julius Bär beruft Jürg Hunziker in den Verwaltungsrat.

publiziert am 2.2.2023