Note-7-Debakel trifft Samsung empfindlich

27. Oktober 2016, 08:40
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Das Debakel um das Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 hat den Gewinn des Technologie-Riesen Samsung im dritten Quartal 2016 deutlich geschmälert.

Das Debakel um das Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 hat den Gewinn des Technologie-Riesen Samsung im dritten Quartal 2016 deutlich geschmälert. Der Überschuss ist im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 4,54 Billionen Won (rund 4 Milliarden Franken) zurückgegangen.
Der Umsatz fiel um 7,5 Prozent auf 47,8 Billionen Won, teilte der Smartphone-Marktführer aus Südkorea heute Donnerstag in einer Börsennotiz mit.
Samsung hatte Anfang September den Verkauf des Premium-Smartphones wegen Brandgefahr zunächst gestoppt und einen weltweiten Rückruf.
Grund für den Defekt waren womöglich nicht wie bisher angenommen die Akkus in den Smartphones. "Es könnten die Batterien sein oder etwas anderes", sagte Samsung-Co-Chef J.K. Shin am Donnerstag auf einer Aktionärsversammlung in Seoul. Es würden nun "sämtliche Aspekte" des Galaxy Note 7 untersucht, versprach er, "sei es die Batterie, das Material oder das Betriebssystem".
Generationenwechsel an der Spitze
Mitten in der Krise um sein Pannen-Smartphone hat Samsung den nächsten Schritt in der familieninternen Nachfolgeregelung an der Konzernspitze gemacht. Auf einer Aktionärsversammlung wurde der 48-jährige Sohn des schwer erkrankten Firmenpatriarchen Lee Kun Hee in den Verwaltungsrat des Smartphone-Weltmarktführers befördert, wie ein Sprecher heute mitteilte.
Die Zustimmung ermächtige Lee Jae Yong, "aktiver an wichtigen Entscheidungen mitzuwirken" und formal dafür die Verantwortung zu übernehmen, hiess es. Der Sohn ist seit 2012 Vizechef von Samsung. (sda/hjm)

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