Notebook-Fabrikant Inventec lässt mächtig Federn

9. September 2010, 08:25
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Inventec, Taiwans Nummer 4 der weltgrössten Notebook-Auftragsfertiger, hat im August 2010 nur 1,3 Millionen Stück verkauft.

Inventec, Taiwans Nummer 4 der weltgrössten Notebook-Auftragsfertiger, hat im August 2010 nur 1,3 Millionen Stück verkauft. Das sind 13,3 Prozent weniger als im Juli, was sich sich auch in den Betriebsergebnissen widerspiegelt. So ist der Umsatz im Monatsvergleich um 11,9 Prozent, übers Jahr gesehen sogar um 23,1 Prozent auf 904 Millionen US-Dollar eingebrochen. In den ersten acht Monaten des Jahres ergab sich ein Umsatzminus von 12,3 Prozent auf 229,68 Milliarden NT Dollar oder umgerechnet 7,18 Milliarden US-Dollar.
Nach acht Millionen Notebook-Lieferungen im ersten Halbjahr geht das Unternehmen für das sonst so starke dritte Quartal nur von maximal vier Millionen Stück aus. Auch andere Hersteller berichten von geringeren Auftragszahlen, als erwartet. Trotz besserer Aussichten fürs vierte Quartal bleibt Inventec vorsichtig konservativ, was das frühere Ziel von 18 Millionen Stück fürs Gesamtjahr angeht. Marktbeobachter schätzen, dass nur 16 bis 17 Millionen erreicht werden dürften. Wegen des wachsenden Preisdrucks in der Notebook-Industrie rechnen sie damit, dass Inventecs Bruttomarge im dritten Quartal auf unter vier Prozent sinkt. Im ersten Halbjahr waren es noch 4,4 Prozent.
Wie die grossen Konkurrenten Quanta, Compal und Wistron sucht auch Inventec das Heil in der Diversifizierung. Neue Geschäftsfelder sind Smartphones und Tablet-PCs, allerdings sind die Stückzahlen noch zu unbedeutend, um wesentlich zum Umsatz beitragen zu können. Elektronische Wörterbücher mit Touch-Funktion der Eigenmarke Besta unter dem Namen "Wu Di" (Unbezwingbar), einst das Kerngeschäft, dienen dabei wohl auch als technologische Türöffner. Für E-Book-Reader hat Inventec kleinere Auftragszahlen von Barnes & Nobles gewonnen. Das US-Unternehmen ist neben Amazon und Hanvon aus China einer der führenden Hersteller in dem Markt und war im Frühjahr nach Stückzahlen sogar mal an der Weltspitze. (Klaus Hauptfleisch)

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