Notebook-Weltmarkt leidet unter Konsumzurückhaltung

15. Oktober 2012, 12:51
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Bewegte sich der Notebook-Markt vor einem Jahr noch gut im Plus, sind die weltweiten Lieferungen im dritten Quartal 2012 sequentiell um 4,5 Prozent und aufs Jahr gesehen um 11,6 Prozent auf rund 47,99 Millionen Stück eingebrochen, sagt Joanne Chien, Analystin bei Digitimes Research.

Bewegte sich der Notebook-Markt vor einem Jahr noch gut im Plus, sind die weltweiten Lieferungen im dritten Quartal 2012 sequentiell um 4,5 Prozent und aufs Jahr gesehen um 11,6 Prozent auf rund 47,99 Millionen Stück eingebrochen, sagt Joanne Chien, Analystin bei Digitimes Research. Sie führt dies auf verschiedene Faktoren zurück: Neben der globalen Wirtschaftskrise sind dies mitunter volle Lager im Channel, zum Teil wiederum als Folge der Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Erwartung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8.
Die Top 10 im Notebook-Markt haben Chien zufolge fast alle Federn lassen müssen, die grössten Quartalsrückgänge haben aber mit 15 bis 25 Prozent Acer, Asustek (Asus) und Toshiba erlebt. Asus als Brand ist sogar von Platz 4 auf Platz 5 abgerutscht. Die grosse Ausnahme war Apple mit einem Quartalszuwachs von 30 Prozent, was Digitimes Research auf eine sehr positive Resonanz auf der im Juni angekündigten neuen MacBooks zurückführt.
Einbrüche erlebt haben den Industriebeobachtern zufolge auch die meisten grossen Notebook-ODMs (Auftragsfertiger mit eigenen Designs). Nur Compal auf Platz 2 konnte ein Quartalsplus für sich verbuchen. Inventec, Asus-Schwester Pegatron und Apple-Bauer Foxconn haben dagegen jeweils sequentiell mindestens 15 Prozent Stückzahl-Einbussen erlebt. Die Analysten führen das auf die enttäuschenden Verkäufe von Ultrabooks der Einstiegsklasse zurück. Aufs zweite Halbjahr gesehen sollen Quanta, Compal und Pegatron dennoch gute Chancen auf zweistellige Wachstumszahlen haben, Acer-Ableger Wistron und Intentec immerhin Chancen auf ein Null- statt ein Minuswachstum. (kh)

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