Novell schreibt rote Zahlen und startet interne Untersuchung

30. August 2006, 08:00
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Der Softwarehersteller Novell musste gemäss einer vorläufigen Bilanz im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs 2006, das am 31.

Der Softwarehersteller Novell musste gemäss einer vorläufigen Bilanz im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs 2006, das am 31. Juli endete, einen Umsatzrückgang hinnehmen und einen Verlust verbuchen. Der Gesamtumsatz sank von 252 Millionen Dollar im dritten Quartal des Vorjahrs auf 241 Millionen Dollar. Der Reinverlust betrug drei Millionen Dollar, während Novell im letzten Jahr im gleichen Quartal noch knapp in den schwarzen Zahlen lag.
Allzu bekümmert darüber zeigte sich Novell darüber allerdings nicht. Ohne eine Reihe von (positiven und negativen) einmaligen Sondereffekten hätte man 20 Millionen Dollar Gewinn schreiben können, so Novell. Vor einem Jahr wären es, ebenfalls ohne Sondereffekte, 13 Millionen Dollar gewesen. Wenn das Wörtchen "wäre" nicht wäre...
In einem ersten knappen Kommentar strich CEO Ron Hovsepian die positiven Entwicklungen für Novell im Bereich der Linux und Identity-Management heraus. Im Geschäft mit Linux Plattform-Produkten stieg der Umsatz um 30 Prozent auf 12 Millionen Dollar, im Bereich Identity- und Access- Management um 46 Prozent auf 26 Millionen Dollar. Demgegenüber sank allerdings der Umsatz mit Open Enterprise Server und NetWare-Produkten um weitere 19 Prozent.
Wie erwähnt ist die Bilanz vorläufig. Novell hat freiwillig eine interne Überprüfung seines Aktienoptionsprogramms angeordnet, welche die Bilanz noch verändern könnte. Novell will die endgültige Bilanz erst einreichen, wenn die Untersuchung vorbei ist. Wie lange das dauern könnte, und ob es Anzeichen für Unregelmässigkeiten bei der Datierung von Optionen gibt, wurde von Novell nicht bekannt gegeben. (hjm)

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