NSA schmeisst Sysadmins raus

9. August 2013, 10:49
  • international
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Der US-Geheimdienst NSA zieht die Konsequenzen aus der Tatsache, dass der ehemalige Mitarbeiter Edward Snowden offenbar auf einfache Weise geheime Daten zum Überwachungsprogramm "Prism" entwenden und veröffentlichen konnte.

Der US-Geheimdienst NSA zieht die Konsequenzen aus der Tatsache, dass der ehemalige Mitarbeiter Edward Snowden offenbar auf einfache Weise geheime Daten zum Überwachungsprogramm "Prism" entwenden und veröffentlichen konnte. Die Zahl der Systemadministratoren soll radikal - um 90 Prozent - verkleinert werden. Damit erhalten viel weniger Personen direkten Zugang zu geheimen Informationen. 1500 Sysadmins soll die NSA aktuell beschäftigen. Der Grossteil von ihnen soll nun durch automatisierte Computersysteme ersetzt werden.
Erst Ende Juli fand der jährliche System Administrator Appreciation Day statt. An diesem Tag wird traditionellerweise den Sysadmins Dank dafür gezollt, dass sie in ihren Firmen für einen reibungslosen IT-Betrieb sorgen. Snowden, der als Angestellter von Booz Allen Hamilton die Systeme der NSA wartete und das Vertrauen der NSA missbrauchte, wurde damals von der "League of Professional System Administrators" kritisiert, weil er sich nicht an die Prozesse für Meldung von Unregelmässigkeiten gehalten hat. Allerdings hielt der Sysadmin-Verein auch fest, dass Vertraulichkeit der Arbeit Grenzen hat, wenn es um illegale Aktivitäten geht. (mim)

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