NSA schnüffelt auch in Online-Games

9. Dezember 2013, 16:48
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Laut einem von 'The Guardian', 'New York Times' und 'Pro Publica' veröffentlichten Dokument aus dem Fundus von Edward Snowden sind auch Multiplayer-Online-Spiele zum Ziel von Geheimdienst-Aktivitäten geworden.

Laut einem von 'The Guardian', 'New York Times' und 'Pro Publica' veröffentlichten Dokument aus dem Fundus von Edward Snowden sind auch Multiplayer-Online-Spiele zum Ziel von Geheimdienst-Aktivitäten geworden. In dem allerdings schon aus dem Jahre 2007 stammenden File schildert die NSA gemeinsam mit dem britischen Geheimdienst GCHQ durchgeführte Aktionen, um Kommunikationen zwischen Nutzern von Spielen wie World of Warcraft, Plattformen wie Xbox Live und virtuellen Welten wie Second Life abzugreifen.
Im Dokument wird beispielsweise erklärt, dass es dem GCHQ bei einem Hack der Second-Life-Server gelungen sei, sämtliche Kommunikationen von drei Tagen zwischen Usern - Chats, Instant Messages, Finanztransaktionen - abzugreifen.
Spiele wie World of Warcraft und dazugehörige Foren bieten tatsächlich alternative Wege zur Kommunikation, zum Beispiel über Direktchats. Und wo es Kommunikation in irgendeiner Form gibt, das ist mittlerweile klar, versuchen Geheimdienste diese abzuhören. Im NSA-Dokument wird erklärt, dass Online-Spiele für Terroristen ein interessanter Kommunikationsweg seien, da sie sich auf diesen Plattformen sicher fühlen würden. Konkrete Hinweise, dass die Plattformen tatsächlich von Terroristen benutzt wurden, gab es aber anscheinend nicht. (hjm)

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