NTT Security fokussiert auf neue Services, aber...

1. September 2017, 15:30
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Tom Hager auf Redaktionsbesuch.

Tom Hager auf Redaktionsbesuch.
"Wir werden weiterhin auch Technologie verkaufen," sagte Tom Hager diese Woche anlässlich eines Besuchs auf der Redaktion in Zürich. Grund für diese Aussage hat Hager, weil NTT Security letztes Jahr mit der Kommunikation einer neuen Strategie für Verwirrung gesorgt hat. Der weltweit operierende Security-Dienstleister, dessen Schweizer Arm Hager seit der Übernahme von InfoTrust durch NTT vor drei Jahren leitet, hatte in Deutschland verkündet, man wolle sich auf Services konzentrieren. Das Handelsgeschäft ("Technology Selling") überlasse man den Schwesterunternehmen NTT Data, NTT Communication, Dimension Data und E-Shelter.
In der Schweiz ist dies aber anders. NTT Security wird Kunden auch weiterhin mit Technologie ausrüsten, so Hager. Die Ausgangslage sei unterschiedlich, denn NTT Security habe in der Schweiz sehr gute Beziehungen zur Kundschaft und die NTT-Schwesterfirmen seien nicht so breit aufgestellt wie in Deutschland. Hager: "Wir setzen weiterhin auf das Infrastruktur-Business".
Der Fokus von NTT Security liegt aber auch in der Schweiz in der Entwicklung von Managed und Professional Services. Hager erwähnt Real-Time Bedrohungsanalyse, Forensische Informatik und Incident Response. Für den Aufbau solcher standardisierter Dienstleistungen ist es für NTT Security Schweiz von Vorteil, seit drei Jahren zu einem internationalen Konzern zu gehören. Denn gewisse Dienstleistungen, wie die 24 x 7 Analyse von Netzwerkverkehr, beziehen die Schweizer aus dem Konzern. Hager betont aber, dass der Kunde immer einen Schweizer Ansprechpartner habe.
Die flächendeckende Betreuung von international tätigen Kunden hätte eine rein schweizerische Organisation wie die ehemalige InfoTrust sowieso nicht anbieten können. Zudem könne NTT Security Schweiz bei grosser Belastung Security-Spezialisten aus dem Konzern beiziehen. Hager: "Wir haben Kunden, die weltweit 1400 Firewalls betreiben. Sie könnten wir ohne globale Organisation nicht bedienen."
NTT Security beschäftigt heute in der Schweiz 58 Mitarbeitende. Bei der Übernahme von InfoTrust durch den NTT-Konzern waren es erst 36. Die Bedeutung von Security im ICT-Business nimmt laufend zu. Hager: Wir könnten stärker wachsen, wenn wir genügend Fachleute finden würden. (hc)

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