NTT will Integralis kaufen

30. Juni 2009, 15:53
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Der Kauf durch den japanischen Riesen dürfte dem Security-Dienstleister neue Perspektiven eröffnen.

Der Kauf durch den japanischen Riesen dürfte dem Security-Dienstleister neue Perspektiven eröffnen.
Der japanische Netzwerk- und IT-Riese NTT Communications will den auf Security spezialisierten börsenkotierten IT-Dienstleister Integralis aufkaufen. NTT Com bietet rund 75 Millionen Euro als Kaufpreis. Angesichts des Aufschlags von 35 Prozent auf den letzten Integralis-Aktienkurs und rund 70 Prozent auf den durchschnittlichen Kurs der Integralis-Aktien in den letzten Monaten dürften sich die Aktionäre kaum dagegen entscheiden, falls nicht noch ein Konkurrenzangebot auftaucht.
Integralis beschäftigt rund 500 Mitarbeitende in neun Ländern und machte letztes Jahr knapp 170 Millionen Euro Umsatz. In der Schweiz unterhält Integralis zwei Niederlassungen in Glattbrugg und Givisiez, mit gegenwärtig insgesamt zehn Angestellten.
NTT Com beschäftigt bisher rund 8200 Mitarbeitende und gehört seinerseits der Nippon Telegraph and Telephone Corporation, einem der grössten Telekommunikaitonskonzerne der Welt.
NTT will die Führungsmannschaft von Integralis unangetastet lassen und alle Mitarbeitenden übernehmen. Auch alle Niederlassungen sollen bestehen belieben, wie uns Integralis-Sprecher Peter Banholzer versicherte. Die Übernahme solle sich nicht durch die Ausnützung von Synergien auszahlen sondern neue Wachstumsmöglichkeiten für Integralis sowie neue Geschäftsfelder für NTT schaffen.
Dass sich für Integralis durch die Integration in den Riesenkonzern ganz neue Geschäftsfelder ergeben, scheint auch glaubhaft. Für Integralis öffnet sich damit der japanische und asiatische Markt, auf dem das Unternehmen bisher kaum präsent war, und Integralis dürfte auch den neuen Mutterkonzern selbst vermehrt als Kunden gewinnen.
NTT hat in letzter Zeit investiert, um über Tochterfimen vermehrt ins globale ICT-Dienstleistungsgeschäft einzusteigen. Die NTT Com-Schwester NTT Data übernahm beispielsweise Anfang 2008 den deutschen SAP-Consulter itelligence, der ehemaligen IT-Tochter von BMW. Beide sind wie Integralis auch in der Schweiz mit Niederlassungen präsent. (Hans Jörg Maron)

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