Nun auch brennende Kopierer? Verwirrung um Canon-"Rückrufaktion"

12. September 2006, 15:31
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Canon hat gemäss US-Presseberichten angekündigt, dass man eine Reihe von alten Kopierermodellen, welche zwischen 1987 und 1997 verkauft wurden, gratis "inspizieren" und bei Bedarf gefährliche Teile austauschen werde.

Canon hat gemäss US-Presseberichten angekündigt, dass man eine Reihe von alten Kopierermodellen, welche zwischen 1987 und 1997 verkauft wurden, gratis "inspizieren" und bei Bedarf gefährliche Teile austauschen werde. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmassnahme, da sich die Maschinen in Einzelfällen wegen Problemen in der Verkabelung überhitzen und dabei Rauch entwickeln oder in Brand geraten könnten.
Ähmm... An dieser Stelle muss der Verfasser dieses Berichts leider zugeben, dass ansonsten vor allem Unklarheiten bestehen. Zum Beispiel wissen wir nicht, ob die Geschichte auch die Schweiz betrifft. Bei Canon Schweiz war heute leider niemand erreichbar, der uns hätte Auskunft geben können.
Mit seinen anscheinend in Japan und den USA von verschiedenen Sprechern gegenüber verschiedenen Journalisten gemachten Aussagen hat Canon auf jeden Fall für viel Verwirrung gesorgt und die Online-Presseberichte gehen weit auseinander. Eine offizielle Mitteilung oder Informationsseite von Canon auf dem Internet gibt es zumindest ausserhalb Japans noch nicht. Canon soll versprochen haben, solche Seiten bald aufzuschalten.
Insgesamt wurden von den betroffenen elf oder zwölf Modellen weltweit 1,87 Millionen angesetzt wurden, 690'000 davon in Europa, 820'000 in den USA, 140'000 in Japan und 220'000 in anderen Regionen. Gemäss 'News.com' und anderen Quellen schätzt Canon, dass davon weltweit noch rund 270'000 in Betrieb seien. In die Canon-Aktion miteinbezogen würden aber nur genau 141'218 Einheiten..
Offensichtlich gab es Schadensfälle, manche davon liegen aber schon viele Jahre zurück. Die Rede ist, je nach Quelle, von drei bis zwölf Schadensfällen. Auch wird meist von einem Rückruf berichtet, was Canon-Sprecher anscheinend später dementierten. Was genau mit "Inspektion" gemeint ist, wird aber nirgends weiter ausgeführt.
Wir hoffen, morgen einen Artikel mit etwas härteren Informationen nachliefern zu können. (hjm)

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