Nun definitiv: Post mit Online-Briefmarke

20. August 2014, 11:07
  • die post
image

Die Schweizerische Post wird per 1.

Die Schweizerische Post wird per 1. September die mobile Frankierung mit der SMS-Briefmarke definitiv ins Angebot aufnehmen. Der einjährige Pilotversuch sei auf grosses Interesse gestossen: Über 100'000 Briefe seien mit der SMS-Briefmarke frankiert worden, teilte die Post am Mittwoch mit.
Wer einen A-Post-Standardbrief an eine Schweizer Adresse senden möchte und keine Briefmarke zur Hand hat, sendet das Kennwort "MARKE" an die Zielnummer 414, wie die Post erklärt. Der erhaltene Code wird oben rechts auf dem Umschlag notiert, und der Brief wird in den nächsten Briefeinwurf eingeworfen. Alternativ kann über die Smartphone-App der Post ein entsprechender Code angefordert werden. Dieser Code ist während zehn Tagen gültig und einmal verwendbar. Die SMS-Briefmarke kostet einen Franken zuzüglich 20 Rappen pro SMS, unabhängig von der Abonnementsform.
'SonntagsBlick' hatte für Test Codes erfunden
Inzwischen hat die Post die Kontrollmechanismen gegenüber dem Pilotversuch verbessert. Der 'SonntagsBlick' hatte das System beim Start der Versuchsphase laut eigenen Angaben getestet und in mehreren Kantonen der Deutschschweiz Briefe mit frei erfundenen SMS-Codes verschickt. Sämtliche Briefe seien trotz der falschen Frankierung angekommen. Eine Forderung zur Portonachzahlung sei
ausgeblieben.
Mit dem neuen Kontrollsystem sei es nicht mehr möglich, den Code zu fälschen, zu erfinden oder wiederzuverwenden, ohne dafür zu zahlen, sagte ein Post-Sprecher der Nachrichtenagentur sda. Der Code, der auf dem Umschlag angebracht sei, werde von einem Informatikprogramm eingelesen.
Das Westschweizer Konsumentenforum hatte beim Start des Versuchs zudem den Preis der neuen Dienstleistung kritisiert. Solange die Post bei der Briefpost über ein Monopol verfüge, sollte der Preis für die Verwendung eines A-Briefs nicht höher als einen Franken sein. (sda/lvb)

Loading

Mehr zum Thema

image

Nearshoring bei der Post: Bundesrat will nicht eingreifen

Genauer gesagt findet die Regierung, dass sie nicht dafür zuständig sei, sich zu Personalfragen zu äussern.

publiziert am 20.9.2022
image

EPD-Betreiber Axsana wechselt Technikprovider

Nach der Beteiligung der Schweizer Post an Axsana wechselt die Stammgemeinschaft Ende Monat von Swisscom zur Post. Der Telco zieht sich aus dem EPD-Geschäft zurück.

publiziert am 15.9.2022 6
image

Schweizerische Post gründet Nearshoring-Standort in Lissabon

Mittelfristig sollen in der portugiesischen Hauptstadt rund 120 Informatikerinnen und Informatiker für den "Gelben Riesen" arbeiten.

publiziert am 13.9.2022
image

Post-Zukäufe: Abacus gelangt ans Bundesverwaltungsgericht

Weil Postcom nicht auf die Beschwerde von Abacus eingetreten ist, zieht die Softwareschmiede gemeinsam mit weiteren Klägern vors Bundesverwaltungsgericht.

publiziert am 30.8.2022 1