Nun gibts auch z10 als "Budget-Mainframe"

21. Oktober 2008, 04:15
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Im Migros-Preisbereich liegt der neue IBM-Grossrechner allerdings doch noch nicht ganz.

Im Migros-Preisbereich liegt der neue IBM-Grossrechner allerdings doch noch nicht ganz.
IBM führt seine vor zweinhalb Jahren lancierte Idee, seine Mainframes (System z) auch in einer erschwinglicheren Version für mittelgrosse Unternehmen zu verkaufen, auch mit der neuen Hardware-Generation weiter. Heute hat IBM weltweit die Version "Business Class" seines System z10-Mainframes lanciert. (Die normale z10-Version, die in diesem Februar auf den Markt kam, trägt den Namenszusatz "Enterprise Class".)
Wie der direkte Vorgänger System z9 Business Class ist auch der z10 BC als "Einsteiger-Mainframe" für mindestens mittelgrosse Unternehmen konzipiert und ebenfalls wie der z9 BC für ab rund 100'000 Dollar erhältlich. Gemäss IBM ist das neue Modell aber trotzdem einiges günstiger. Wie uns IBM-Sprecher Sebastian Drews erklärte, sind direkte Preisvergleiche mit der bisherigen Generation natürlich schwierig, aber mit dem neuen Modell erhalte man im allgemeinen rund die doppelte Leistung für den gleichen Preis.
Auch in der Schweiz sind die neuen z10 BC-Modelle gemäss Auskunft von IBM ab sofort erhältlich. Einer der ersten der neuen Mainframes in Europa steht übrigens in der Schweiz, beim Softwareentwickler und IBM-Partner Osys. Dort hat man schon begonnen, Applikationen zu portieren und auf dem neuen System zu testen.
130 Leistungsstufen und "Specialty Engines"
Verglichen mit dem Vorgänger erreicht das neue Business-Class-Modell gemäss IBM ein knapp 40 Prozent höheres Maximaltempo und kann mit dem vierfachen an Memory bestückt werden. Die maximale Gesamtleistung soll so um rund die Hälfte höher liegen.
IBM propagiert seine Mainframes unter anderem als Mittel zur Serverkonsolidierung und bringt daher auch einige Vergleiche zu Standard-Servern. Ein System z10 BC könne bis zu 232 x86-Server ersetzen, so IBM und könne dabei mit weniger als einem Fünftel des Platzes und weniger als einem Zehntel des Stromverbrauchs auskommen. Um den niedrigen Stromverbrauch zu illustrieren, bringt IBM das Beispiel der Aufschaltung von 1000 zusätzlichen E-Mail-Usern: Dafür brauche der z10 nur etwa so viel zusätzliche Energie, wie eine 100-Watt-Glühbirne.
Wie bei den "Enterprise Class"-Modellen gibt es auch für die z10 BC-Modelle eine Vielzahl von Leistungsstufen (bis zu 130), die von den Usern bei Bedarf freigeschaltet werden können, sowohl für permamente als auch für temporäre Leistungsupgrades. Auch der Business-Class-z10 bietet ausserdem hardwareunterstützte Verschlüsselung und ist mit einer Reihe von "Specialty Engines" genannten Zusatzprozessoren ausgerüstet, die bestimmte verbreitete Applikationen wie SAP, Linux, Java oder Lotus Domino beschleunigen können. (Hans Jörg Maron)
(Foto: IBM)

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