Nun offiziell: Semiramis konkurs – Software soll weiterleben

26. Oktober 2006, 12:28
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Semiramis Deutschland und Österreich haben Insolvenz angemeldet. Die ERP-Lösung "Semiramis" soll von KTW übernommen und weiterentwickelt werden.

Semiramis Deutschland und Österreich haben Insolvenz angemeldet. Die ERP-Lösung "Semiramis" soll von KTW übernommen und weiterentwickelt werden.
Kurze Zeit nach unserem ersten Bericht zum Thema von heute morgen hat nun die deutsche Semiramis Software AG offiziell bekannt gegeben, dass sie sowie ihre österreichische Muttergesellschaft, die Semiramis Software GmbH, Insolvenz angemeldet haben.
Semiramis Software ist der Hersteller der ERP-Lösung "Semiramis". Dei deutsche Semiramis Software AG, die für die Entwicklung zuständig ist, beschäftigt rund 50 Mitarbeitende.
KTW verspricht reibungslosen Übergang
Die "Semiramis"-Software dürfte aber trotz dieser Insolvenzerklärungen weiterleben. Reinhold Karner, Mitinhaber von Semiramis, ist auch Gründer und CEO der zur KTW Group zählenden KTW Software & Consulting GmbH im österreichischen Kirchbichl, dem grössten Vertriebspartner von Semiramis.
KTW hat sich nun gemeldet und versichert, dass man aufgrund einer vor einigen Jahren abgeschlossenen Vereinbarung das Recht habe, im Falle einer Betriebs- bzw. Entwicklungseinstellung den Namen Semiramis zu verwenden und das Produkt selbst weiterzuentwickeln. Dieses Recht werde man nun ausüben. Die Insolvenz von Semiramis Software werde deshalb auf "die zukünftige Betreuung der KTW-Kunden und die Weiterentwicklung der Semiramis-Software keinen wesentlichen Einfluss" haben.
Semiramis Software begründete die Insolvenz ohne weitere Erklärungen mit dem knappen Satz, man habe "keine Einigung über eine Fortführungslösung" erzielen können.
Wie Anton Stäheli, Geschäftsleiter des Schweizer Haupotpartners von Semiramis, der Arboner A-MEA Informatik, uns etwa näher erklärte, seien schon seit einiger Zeit verschiedene Überlegungen angestellt worden, wie Semiramis die Internationalisierung vorantreiben könnte. Reinhold Karner und Mitbesitzer Franz Kock hätten sich aber darüber nicht einigen können. Die aus seiner Sicht "sicher unglückliche Lösung" über die Insolvenz sei nun sozusagen als Weg gewählt worden, um eine Bereinigung der Situation zu erzielen. Auch seiner Meinung nach werden die Vorgänge aber weder für Semiramis-Kunden noch -Partner spürbare Auswirkungen haben. (Hans Jörg Maron)

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