Nun senkt auch Google seine Cloud-Marktplatz-Gebühren

29. September 2021, 14:47
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Softwareanbieter werden statt 20% nur noch 3% ihrer Umsätze auf dem Marktplatz an Google abgeben müssen, sagt ein Insider.

Laut einem Bericht von 'CNBC' wird Google den Anteil, den Drittanbieter von ihren Umsätzen auf dem Google-Cloud-Marktplatz abliefern müssen, bald senken. Und zwar deutlich: Die Gebühren werden laut einer gemäss 'CNBC' mit der Sachlage vertrauten Person von 20% auf 3% fallen.
Google wollte diese Zahlen zwar nicht bestätigen, erklärte aber, dass eine Änderung der Gebührenstruktur in Arbeit sei und man in Kürze genaueres bekannt geben werde.
Damit folgt Google wohl eher unwillig vor allem auch dem Druck der Konkurrenz. Microsoft hat seine entsprechenden Gebühren schon im Juli ebenfalls von 20% auf 3% gesenkt. AWS verlangt laut einer Schätzung der UBS von Softwareanbietern etwa 5%.
Auch wenn damit die direkten Einnahmen aus dem Cloud-Marktplatz für den Internetriesen deutlich sinken, muss Google in Sachen Gebühren seinen beiden grössten Konkurrenten im Cloud-Geschäft wahrscheinlich wohl oder übel folgen, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Die jeweiligen Marktplätze von AWS, Microsoft und Google sind für die Hyperscaler nicht nur eine Einnahmequelle, sondern auch ein wichtiges Mittel für das Marketing und die Kundenbindung. Dabei ist die Qualität und Menge der auf den jeweiligen Marktplätzen angebotenen Tools und Lösungen ein wichtiges Kriterium.
Die Softwareanbieter, für die die Cloud-Marktplätze ebenfalls zu einem immer wichtigeren Vertriebskanal werden, werden sich auf jeden Fall über die Preissenkungen von Microsoft und Google freuen.

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