Nur eines von drei Big-Data-Projekten bringt mehr als es kostet

9. Juni 2016, 12:33
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Verankerung im Business, Datenqualität und unternehmensweite Standards sind einer Befragung zufolge entscheidend.

Verankerung im Business, Qualität der Daten und unternehmensweite Standards sind einer Befragung zufolge entscheidend für die Profitabilität eines Big-Data-Projektes.
Weniger als ein Drittel der Big-Data-Projekte, die Unternehmen durchführen, sind rentabel. So das Ergebnis der Studie "The Big Data Payoff" von Capgemini und Informatica. Wie aus einer Befragung von rund 200 Führungskräften aus den USA und Europa hervorgeht, sind knapp die Hälfte der Projekte kostendeckend.
Zwölf Prozent der Befragten sagten, dass sie mit Big-Data-Initiativen tatsächlich Geld verlieren. In Europa sind Big-Data-Projekte mit 36 Prozent gar etwas häufiger profitabel als in den USA, wo dies nur 21 Prozent der Teilnehmer angaben.
Ein regionaler Unterschied zeigt sich auch bei der Verantwortung der Big-Data-Strategie: Während in den USA nur 39 Prozent der Projekte von einem CIO verantwortet werden, sind es in Europa 64 Prozent. Dennoch, so die Studie, ist die Verankerung im Business ein Schlüsselfaktor für die Profitabilität. Der Befragung zufolge ist es mehr als doppelt so wahrscheinlich, dass ein Big-Data-Projekt gewinnbringend ist, wenn ein COO oder ein CDO (Chief Data Officer) anstelle des CIO die Leitung übernimmt.
"Diese Ergebnisse unterstreichen, dass der Chief Data Officer immer wichtiger wird. Dementsprechend sind derzeit auch zahlreiche Schweizer Banken und Versicherungen dabei, diese Rolle in ihrer Organisation zu verankern", kommentiert Herbert Pleunik, Vice President bei Capgemini Schweiz die Studie. Noch liegt bei rund der Hälfte der Unternehmen die Big-Data-Strategie in den Händen des CIO. Doch verschiebt sich die Verantwortung hin zum operativen Geschäft. Bei 20 Prozent der Befragten übernimmt der COO, bei 16 Prozent der CTO und ebenfalls bei 16 Prozent übernimmt der CTO mehr Verantwortung bei Big-Data-Fragen.
Ebenfalls auf die Profitabilität einer Big-Data-Initiative wirkt sich die Datenqualität aus. Auch Data-Governance und das unternehmensweite Anwenden von Standards wird von den Studienautoren als erfolgskritisch betrachtet.
Big-Data-Projekte sind eine Frage des Budgets
Gefragt nach den grössten Hürden bei der Umsetzung von Big-Data-Projekten wird mit 44 Prozent am häufigsten das eingeschränkte IT-Budget genannt. Dahinter folgen mit 36 Prozent Fragen und Unsicherheit bezüglich der Datensicherheit. Auch die Integration der Daten wird von mehr als einem Drittel der Befragten als eine der zentralen Herausforderungen genannt. Zudem scheitert es auch häufig am Know-how: so gaben 32 Prozent der Teilnehmer an, dass es im Unternehmen an Expertise, etwa in Form eines Data-Spezialisten, fehle.
Der am häufigsten genannte Vorteil von Big-Data-Strategien ist demnach mit 37 Prozent bessere Entscheidungen treffen zu können. Daneben glauben die Befragten eine bessere Zusammenarbeit und Informationsaustausch zu erzielen, wie 34 Prozent der Befragten sagt. Ebenfalls etwas mehr als ein Drittel gab an, dass durch Big-Data-Projekte eine höhere Produktivität erzielt werde. (kjo)

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