Nutanix: "Wir haben viel investiert, um Wechsel in die Multicloud zu vereinfachen"

8. September 2020, 16:00
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Anlässlich der Nutanix-Hausmesse kündigt der HCI-Spezialist einiges an: Neben Partnerschaften mit AWS und Azure auch einen Kubernetes-Service.

Das Geschäft von Nutanix in der Schweiz laufe gut, betonte Country Manager Florian Köppli heute an einem virtuellen Presseroundtable: 18% mehr Mitarbeiter, 30% mehr Kunden und ein Wachstum der Partner von 20%. Zu absoluten Zahlen wollte man sich seitens der börsenkotierten Firma wie üblich nicht äussern. Laut Angaben auf Linkedin beschäftigt der HCI-Spezialist hierzulande mittlerweile aber rund 40 Personen. Zuletzt hatte Nutanix Sparmassnahmen wegen Corona angekündigt, die allerdings in der Schweiz kaum Auswirkungen haben sollten.
Grund für den Roundtable war die Nutanix .Next, die dieses Jahr virtuell durchgeführt wird. Für seine Hausmesse hat das Unternehmen einen Strauss an Ankündigungen parat. In aller Kürze: Neue Lösungen sollen 50% bessere Performance für I/O-intensive Workloads bringen, ein native virtual Network soll das Deployment in Multicloud-Umgebungen unterstützen und ein End-to-End-Security-Monitoring soll einen Zero-Trust-Ansatz ermöglichen.
"Um unseren Kunden den Übergang zu Hybrid- und Multi-Cloud-Betriebsmodellen zu erleichtern, hat Nutanix erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt, um unseren Kern-Software-Stack voranzubringen", lässt sich Nutanix-CTO Rajiv Mirani in einer Mitteilung zitieren. Hybride Umgebungen waren dann auch ein grosses Thema am Roundtable.

Schweiz: Bedenken in Sachen Security und Management in der Cloud

In der Schweiz sei man beim Thema ein wenig konservativer aufgestellt, als etwa in der EMEA-Region, sagte Köppli. Laut einer eigenen Erhebung von Nutanix sehen in der Schweiz 60% der Firmen eine hybride Umgebung als ideal an, während es in EMEA bereits 80% sind. Allerdings hätten fast drei Viertel der Befragten der Grossregion Teile ihrer Workloads aus der Cloud zurückmigriert, während es in der Schweiz nur gerade halb so viele waren.
Die grössten Bedenken für eine Migration in die Cloud würden die Themen Security und Management verursachen, so der Chef von Nutanix Schweiz. Für beides will man mit den neuen Ankündigungen zumindest Lösungsansätze bieten. Denn generell sei das Management in der Schweiz aufgrund des starken Frankens und der hohen Löhne sehr interessiert an Möglichkeiten, die Effizienz und die Produktivität zu steigern. Das ist ein Kernthema des Unternehmens Nutanix, das erklärtermassen die Infrastruktur und die damit verbundene Arbeit unsichtbar machen möchte.
Künftig wird Nutanix allgemein auf AWS-Clustern zur Verfügung stehen, was die Möglichkeit bieten soll, Legacy-Anwendungen und -Daten einfach in die Cloud zu verschieben. Peter Goldbrunner, Central Europe Chef von Nutanix, erklärte, dass neben dem Unsichtbarmachen auch die Portierbarkeit der Infrastruktur zu den Kernanliegen seiner Firma zähle. Man könne nun quasi nahtlos und ohne lange Migrationsprojekte vom RZ zum Hyperscaler und zurück migrieren, wenn man das wolle.

Nutanix Clusters bald auch auf Azure verfügbar

In diesem Zusammenhang kündigte Nutanix auch eine Partnerschaft mit Microsoft Azure an. Gemeinsam werde man eine hybride Lösung mit nahtloser Anwendungs-, Daten- und Lizenzmobilität sowie einheitlicher Verwaltung in firmeninternen und Azure-Umgebungen anbieten. Das dürfte für die Schweiz, laut Köppli ein Azure-Land, eine besonders interessante Ankündigung sein.
Künftig sollen Kunden generell in der Lage sein, den gesamten Software-Stack von Nutanix auf privaten und öffentlichen Clouds zu nutzen, darunter die Lösung für unstrukturierten Speicher "Files", die Lösung zur Anwendungsorchestrierung "Calm" sowie die Verwaltungs- und Automatisierungslösung für Datenbanken "Era".

Karbon Platform: Kubernetes-as-a-Service

Der HCI-Spezialist lanciert auch eine Kubernetes-as-a-Service-Plattform. Das Produkt mit dem Namen Karbon Platform Services verfüge über automatisierte, systemgesteuerte Security und helfe, die Entwicklung und den Einsatz von auf Microservices basierenden Anwendungen in jeder beliebigen Cloud zu beschleunigen.
Damit stelle Nutanix ein verwaltetes Kubernetes, Container und eine Vielzahl von wichtigen Entwicklerdiensten in einer einfachen und sofort einsatzbereiten PaaS-Umgebung bereit, zitiert Nutanix den ESG-Analysten Bob Laliberte in der Mitteilung. "Mit Karbon Platform Services wollen wir die Anwendungsentwicklung und Orchestrierung vereinfachen und gleichzeitig die Beziehung zwischen IT- und Entwicklungsteams rationalisieren, um die DevOps-Strategien unserer Kunden zu unterstützen", ergänzt Nutanix-CTO Rajiv Mirani.

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