Ob-/Nidwalden: Newsystem Public hatte "Kinderkrankheiten"

17. Juli 2013, 11:24
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Diese seien nun aber behoben, sagt das Informatik- Leistungszentrum.

Diese seien nun aber behoben, sagt das Informatik- Leistungszentrum.
Per 1. Januar 2012 wurde die neue Gemeindesoftware Newsystem Public (NSP) von IT&T in den beiden Halbkantone Ob- und Nidwalden eingeführt. Laut der 'Neue Nidwaldner Zeitung' hatten die Mitarbeiter des Informatik-Leistungszentrums (ILZ) "ein intensives Jahr hinter sich". Denn das Programm, mit dem alle Gemeinden und die beiden kantonalen Verwaltungen sämtliche Angelegenheiten abwickeln, bereitete zu Beginn Probleme. "Das Programm kann passgenau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Amtsstelle abgestimmt werden. Und bei dieser Feinabstimmung kam es anfänglich zu gewissen Problemen", erklärt Oskar Zumstein, Geschäftsführer des ILZ, gegenüber der Zeitung.
Wegen den Problemen sank die Direktlösungsquote per Telefon. Wie die 'NNZ' schreibt konnten weniger Informatikprobleme als sonst am Telefon direkt gelöst werden. Das Programm laufe nun seit rund einem halben Jahr aber mehrheitlich einwandfrei, die Probleme seien grösstenteils behoben, erklärt Zumstein. Im Herbst soll ein Zwischenbericht Auskunft geben, wie weit die Informatikprobleme behoben sind.
Damals: Eine umstrittene Ausschreibung
Als Anfangs 2010 der Verein SSGI (Schweizerische Städte- und Gemeindeinformatik) in einer öffentlichen Ausschreibung eine neue Lösung für bis zu 290 Gemeinden evaluierte mit der auf Microsoft NAV basierende NSP. Die Ausschreibung wurde durch das ILZ durchgeführt.
An der Auschreibung nahmen jedoch die beiden Schweizer grossen Gemeindesoftwareanbieter Ruf Informatik und NEST/ Abacus beziehungsweise deren Partner gar nicht teil. Grund für diesen Entscheid damals war, dass die Ausschreibergemeinschaft ein Miteigentum an der Software verlangte. Damit stellte das ILZ das Geschäftsmodell von Software-Herstellern, die nicht zum Open-Source-Lager gehören, faktisch in Frage. Was den Anbietern sauer aufstoss. (lvb)
(Interessenbindung: Abacus und Ruf Informatik sind Werbekunden unseres Verlags)

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