Obwalden baut Glasfasernetz – ohne Swisscom

28. Dezember 2009, 13:56
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Der ehemalige Telekom-Monopolist wird in Obwalden höchstens als Wiederverkäufer in Betracht gezogen.

Der ehemalige Telekom-Monopolist wird in Obwalden höchstens als Wiederverkäufer in Betracht gezogen.
Der Kanton Obwalden plant den Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes. Wie die Zeitung 'Zentralschweiz am Sonntag' gestern berichtete, will das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) das Netz in den Jahren 2010 bis 2014 erstellen. Das Glasfasernetz soll im Endausbau 90 Prozent der Haushalte im Kanton erschliessen.
Das EWO hat bereits ein eigenes Glasfasernetz, das etwa von der Kantonalbank genutzt wird. Der Ausbau zum flächendeckenden Netz wird nun 31 Millionen Franken kosten. Das Geschäft kommt Ende Januar vor den Kantonsrat, da es sich um eine grössere Investition handelt.
Der EWO-Verwaltungsrat geht davon aus, dass sich bis 2017
die Hälfte der Haushalte ans Glasfasernetz anschliessen lassen und Dienstleistungen auf dem Netz nutzen.
Swisscom höchstens Provider
Anders als viele Schweizer Regionen verzichtet Obwalden bewusst auf eine Zusammenarbeit mit Swisscom beim Bau des Netzes. Das EWO werde sein Glasfasernetz zwar allen Anbietern von Radio-, TV-, Internet- und Telefondiensten wie Swisscom oder Sunrise zur Verfügung stellen. Swisscom könnte also höchstens als Provider auftreten, aber nicht die Modalitäten des Baus mitbestimmen.
In ländlichen Kantonen sind erst einzelne Gemeinden oder Talschaften mit Glasfasern erschlossen. Die Zeitung zitiert den Kommunikationsnetzberater Peter Soland mit der Aussage, Obwalden sei der erste Kanton mit einem flächendeckenden Angebot.
In der Zentralschweiz wird zudem auch in anderen Kantonen an einem Glasfasernetz gebaut – wenn auch nicht überall gleich intensiv. Konkrete Pläne haben vor allem Luzern und Zug. (mim)

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