Österreich nutzt Code des Schweizer Covid-Zertifikats

5. Juli 2021, 14:58
  • coronavirus
  • open source
  • eu
  • schweiz
image

Zum Start des "Grünen Passes" der EU präsentiert Österreich seine Zertifikat-App. Sie beruht auf dem quelloffenen Code des BIT.

Ende Juni hat die EU ihren "Grünen Pass" lanciert. Das Covid-Zertifikat ist in allen 27 EU-Ländern sowie in der Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein anerkannt. Das österreichische Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz stellt dazu in Zusammenarbeit mit dem Bundesrechenzentrum allen Bürgerinnen und Bürgern Österreichs den "Grünen Pass" als digitale Anwendung kostenlos zur Verfügung.
Die neue App-Lösung speichere und verarbeite die Daten der EU-konformen Zertifikate ausschliesslich offline, also nur auf dem Handy der User. Dadurch würden alle EU-weiten sowie nationalen datenschutzrechtlichen Verpflichtungen "nicht nur in höchstem Masse eingehalten, sondern sogar übertroffen", so das Bundesministerium.
Verantwortlich für die Entwicklung der App ist das Bundesrechenzentrum (BRZ), das mit dem Epidemiologischen Informationssystem (EPI) bereits die technische Grundlage für den "Grünen Pass" in Österreich lieferte. Die technische Umsetzung erfolgte auf Basis der Open-Source-App des Schweizer Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT).
"Wir freuen uns, dass Österreich bei der Realisierung der Apps zum Grünen Pass den quelloffenen Code des Schweizer Covid-Zertifikats genutzt hat. Merci für die seit langem gute Zusammenarbeit", schreibt das BIT auf Twitter.
BRZ-Geschäftsführer Markus Kaiser erklärte seinerseits: "Wir freuen uns, dass durch unsere internationalen Kontakte die App schnell und vor allem sicher umgesetzt und so ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung der 3-G-Nachweise (geimpft-genesen-getestet) gesetzt werden konnte. Ein grosser Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen des BIT in der Schweiz, die uns bei der Umsetzung für Österreich unterstützt haben."

Loading

Mehr zum Thema

image

Basel führt Pflichtfach Medien und Informatik in der Sek ein

Bislang wurden die Themenbereiche Medien und Informatik in anderen Fächern zusammen gebündelt. Ab dem Schuljahr 2024/2025 will Basel-Stadt das ändern.

publiziert am 1.2.2023
image

Allocare beruft neuen Tech-Chef

Marco Röösli ist seit Jahresbeginn als CTO beim Softwareentwickler mit an Bord. Er soll die Produkte für die Bereiche Asset und Wealth Management weiterentwickeln.

publiziert am 1.2.2023
image

AWS und Elca bündeln ihre Kräfte

Der Schweizer IT-Dienstleister glaubt an eine steigende Cloud-Akzeptanz und baut sein AWS-Know-how und Angebot aus.

publiziert am 1.2.2023
image

HPE zeichnet Schweizer Partner aus

Der Channel trägt 60% zum HPE-Umsatz bei. Auch dieses Jahr ehrt der Hersteller seine besten Schweizer Partner.

publiziert am 31.1.2023