Österreichische Infoniqa-Gruppe kauft SQL AG

3. Juli 2007, 09:17
  • business-software
  • infoniqa
image

Management des Softwareintegrators bleibt an Bord. Infoniqa nun bereits mit zwei Standbeinen in der Schweiz.

Management des Softwareintegrators bleibt an Bord. Infoniqa nun bereits mit zwei Standbeinen in der Schweiz.
Infoniqa, der österreichische Systemintegrator und Softwarehersteller (DMS, HR, ERP), hat die SQL AG zu 100 Prozent übernommen. In einer Kundeninformation, die inside-channels.ch vorliegt – und bis vor kurzem auch auf der SQL-Homepage zu finden war – heisst es, Infoniqa habe den Zuger Softwareintegrator per 1. Juli übernommen. Die 1988 gegründete SQL AG befand sich bisher im Besitz von Verwaltungsräten und Mitarbeitenden. Der Übernahmepreis ist nicht bekannt.
Bei der SQL AG sollen Ansprechpartner, Standort und "Leistungsangebot" unverändert bleiben. "Sie können weiterhin mit einem finanziell gesunden, auf Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichteten Partner rechnen", heisst es in der Kunden-Info. Zusammen mit der Infoniqa-Gruppe soll das Angebot ergänzt werden. Dienstleistungen sollen insbesondere in den Bereichen Information Availability, Information Security und Enterprise Document Management erweitert werden.
Management bleibt an Bord
Wie der SQL-Homepage weiter zu entnehmen ist, soll die SQL AG zum "zentralen Standort der international tätigen IT-Lösungs- und Dienstleistungsgruppe in der Schweiz" ausgebaut werden. Das bisherige Management um Urs R. Tschudin bleibt an Bord. "Die Organisation des schweizerischen Softwareintegrators bleibt in der jetzigen Form bestehen", heisst es.
Die Infoniqa-Gruppe hatte bereits vor drei Monaten gegenüber inside-channels.ch die Übernahme eines "mittelständigen" Unternehmens in der Schweiz angekündigt auf 29 Prozent.
Infoniqa und Kendox sind eng verflochten; so war der Infoniqa-CEO Manfred Terzer bis vor kurzem CEO der von ihm mitbegründeten Kendox. Der Österreicher, der seit 1998 in der Schweiz lebt, ist nach wie vor Verwaltungsratspräsident von Kendox und für die langfristige Strategie verantwortlich.
Die Infoniqa-Gruppe
Infoniqa beschäftigt 160 Mitarbeitende und wurde 1988 gegründet. Im Sommer 2006 gründete die Risikokapital-Gesellschaft gcp gamma capital partners (GCP) eine Tochter mit dem Ziel, eine IT-Holding mit Schwerpunkt "Enterprise Software Solution & Services" für KMU in Zentral- und Ostmitteleuropa aufzubauen. Am 1. März 2007 wurde über diese Tochter die bis dato nur in Österreich tätige Infoniqa-Gruppe übernommen und in die Infoniqa Holding GmbH umfirmiert. Die Holding umfasst drei verschiedene Geschäftsbereiche: Cross-Industry-Solutions (HR, DMS), Branchenlösungen (ERP, PPS) und IT-Dienstleistungen.
Für 2007 strebt die Infoniqa-Gruppe einen kumulierten Umsatz von mehr als 35 Millionen Euro "aus organischer Entwicklung und Akquisitionstätigkeit" an. Innerhalb "weniger Jahre" soll der Umsatz auf 100 Millionen Euro verdreifacht werden. Mittelfristig soll die Infoniqa-Gruppe an die Börse gebracht werden. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zurich wechselt in die AWS-Cloud

Bis 2025 sollen bei der Versicherung rund 1000 Anwendungen auf AWS migriert werden. Damit will Zurich 30 Millionen Dollar im Jahr sparen können.

publiziert am 31.1.2023
image

Kritik an Oracles neuem Lizenzierungsmodell

Experten warnen davor, dass das neue Abonnement mit einer Abrechnung pro Person zu einem "steilen Anstieg der Kosten für Java" führen könnte.

publiziert am 30.1.2023
image

Aktivistischer Investor steigt mit Milliarden bei Salesforce ein

Beim SaaS-Anbieter könnte es noch turbulenter werden: Die aktivistische Investment­firma Elliott Management beteiligt sich mit mehreren Milliarden Dollar an Salesforce.

publiziert am 25.1.2023
image

Neues Servicenow-Partnerprogramm: "Revolution? Eher Evolution"

Servicenow stellt sein Partnerprogramm umfassend neu auf. Karl-Heinz Toelkes, Partnerverantwortlicher Zentraleuropa, äussert sich zu den Plänen in der Schweiz.

publiziert am 24.1.2023