Offshoring verteuert kleine Projekte

3. Juni 2005, 11:50
  • cloud
  • offshoring
  • adnovum
image

Offshoring schafft Arbeitsplätze - in Zürich.

Offshoring schafft Arbeitsplätze - in Zürich.
Einen empfehlenswerten Artikel zum Thema Offshoring findet sich heute in der wöchentlichen Beilage 'Medien und Informatik' der NZZ. Der Text befasst sich mit dem Aufbau einer Niederlassung der Zürcher Adnovum in Budapest. Im Interview mit der NZZ macht Adnovum-Chef Stefan Arn einige bedenkenswerte Anmerkungen zu den erwarteten vs. den realisierten Kosteneinsparungen durch das Verlagern von Software-Entwicklungsprojekten in Länder mit niedrigeren Lohnkosten.
Adnovum erwartete Kosteneinsparungen von 20% durch das Outsourcen von (Teil-)Projekten in die neue Niederlassung in Budapest. Herausgekommen sind reelle Einsparungen von 14%. Weil die Entwicklung an entfernten Standorten viel genauere Spezifikationen der Anforderungen an die Software verlangt, kann Offshoring Projekte, die weniger als 250'000 Franken kosten, sogar verteuern.
Der Aufbau der Niederlassung von Adnovum in Budapest führte ausserdem zu einer parallelen Vergrösserung des Standortes Zürich. Während Arn in Budapest dieses Jahr noch 10 bis 20 Ingenieure einstellen will, stellt man in Zürich acht neue Mitarbeitende ein, die die Spezifikationen für Budapest erarbeiten.
Der interessante Artikel ist zur Zeit noch frei auf NZZ online zugänglich. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Microsoft erhöht in der Schweiz Zahl der Mitarbeitenden

100 zusätzliche Angestellte will Schweiz-Chefin Catrin Hinkel im nächsten Jahr einstellen. Gebraucht werden sie vor allem im Cloud-Bereich.

publiziert am 3.10.2022
image

Edöb: "Vertrauen Behörden nur auf private Gutachten, können sie sich eine blutige Nase holen"

Der Eidgenössische Datenschützer kritisiert Anwaltskanzleien, die Behörden beim Einsatz von US-Cloud-Diensten Sicherheit versprechen. Im Interview schildert Adrian Lobsiger seine Sicht.

publiziert am 28.9.2022 3
image

Public Cloud: Der Bund hat Verträge mit Hyperscalern unterzeichnet

Da noch ein Gerichtsverfahren hängig ist, können die Ämter noch keine Cloud Services im Rahmen der 110 Millionen Franken schweren WTO-Beschaffung beziehen.

publiziert am 27.9.2022 1