Offshoring: Wo ist's noch "off" genug

20. Dezember 2010, 09:44
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Bangladesch, Mauritius, Peru und andere neue Top-Offshoring-Länder.

Bangladesch, Mauritius, Peru und andere neue Top-Offshoring-Länder.
Das Marktforschungsinstitut Gartner hat seine jährliche Analyse der Vor- und Nachteile verschiedener Offshoring-Standorte publiziert. In den letzten Jahren hatten sich noch jeweils einige entwickelte Länder in den Top-Positionen der Rangliste gehalten. Nach Meinung der Marktforscher ist in letzter Zeit ihre Anziehungskraft jedoch gesunken. Alle sieben letztes Jahr noch vertretenen entwickelten Länder - Australien, Kanada, Irland, Israel, Neuseeland, Singapur und Spanien - sind dieses Jahr aus den ersten 30 Plätzen der Rangliste gestrichen worden. Laut Gartner seien diese sieben Länder zwar weiterhin wichtige Nearshore-Standorte, aber der Lohnvorteil sei gegenüber früher gesunken. In den Top-30 sind nun nur noch "emerging Markets" zu finden.
Gartner bewertet die Länder nach insgesamt 10 Kriterien, darunter neben dem Lohnniveau das Fachkräfteangebot, Ausbildungsniveau, politische Stabilität, ökonomische Randbedingungen oder die Unterstützung durch die Regierung.
Ebenfalls aus den Top-30 gefallen ist Uruguay. Neben den Wiederkehrern Panama, Sri Lanka und Türkei wurden dafür die fünf Länder Bangladesch, Bulgarien, Kolombien, Mauritius und Peru erstmals in die Top-30 aufgenommen.
Die Top-30 Offshoring-Länder 2010 laut Gartner
Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika): Ägypten, Bulgarien, Marokko, Mauritius, Polen, Rumänien, Russland, Slovakei, Südafrika, Tschechien, Türkei, Ungarn, Ukkraine.
Region Amerika: Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko, Panama und Peru.
Region Asien/Pazifik: Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Malaysien, Philippinen, Sri Lanka, Thailand, Vietnam. (hjm)

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