Online Banking boomt in der Welt, kriecht in der Schweiz

9. Juni 2005, 14:21
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Gemäss Zahlen, die heute von Experten an einem Medienseminar in Bern genannt wurden, hat sich die Zahl der Leute, die Bankgeschäfte über das Internet abwickeln, zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2004 weltweit beinahe vervierfacht.

Gemäss Zahlen, die heute von Experten an einem Medienseminar in Bern genannt wurden, hat sich die Zahl der Leute, die Bankgeschäfte über das Internet abwickeln, zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2004 weltweit beinahe vervierfacht. Im Jahr 2000 gab es etwa 32 Millionen Internetbanking-Kunden, davon mehr als die Hälfte in Europa. Letztes Jahr waren es schon 120 Millionen E-Banking-Anwender, wovon 55 Millionen aus Europa stammten.
Auch in der Schweiz ist der Anteil der Banking-Kunden, die ihre Transaktionen teilweise über das Internet erledigen, in den letzten Jahren deutlich gestiegen, von 14 Prozent im Jahr 2000 auf 25 Prozent im letzten Jahr, wie Hans Geiger, Professor am Schweizerischen Bankeninstitut der Universität Zürich, berichtete. Seit 2002 hat sich das Wachstum allerdings stark verlangsamt. 2002 betrug der Anteil der Internetbanking-Kunden bereits 21 Prozent, ihre absolute Anzahl ist also seither nur noch um rund zehn Prozent pro Jahr gestiegen.
Für die Banken sind die Online-Kunden allerdings trotzdem eine wichtige Klientel. Gemäss Geiger handelte es sich dabei im letzten Jahr vor allem um gut betuchte Leute mittleren Alters. Etwa die Hälfte verdiente laut Geiger 10’000 Franken pro Monat oder mehr. Bei 31 Prozent lag das Vermögen über 500’000 Franken.
Banken, welche die neuen Online-Technologien rechtzeitig einsetzen, können sich gemäss Geiger daher einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Den Finanzinstituten hingegen, die das Online-Banking verschlafen, werde es schlecht ergehen: "Wer nicht mitmacht, verschwindet." (hjm)

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