Online-ID-Verfahren kann betrügerisch ausgenutzt werden

13. Januar 2020, 15:38
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Die Deutsche Postbank warnt vor dem Missbrauch der Video- und Online-Identifizierung. Man könne in fremdem Namen ein Bankkonto eröffnen.

Die Deutsche Postbank warnt vor einer Online-Betrugsmasche, bei der Kriminelle das Verfahren zur Video-Identifikation ausnutzen. Auch in der Schweiz ist es seit 2016 möglich, ein Bankkonto online zu eröffnen und die hiesigen Banken werben mit der Möglichkeit, ein Konto so innert weniger Minuten online erstellen zu können. Um sich zu identifizieren, muss der Kunde unter anderem in einem Videochat ein Ausweisdokument zeigen.
Wie es bei der Postbank heisst, bringen Internetbetrüger Verbraucher unter falschem Vorwand dazu, die Videolegitimation durchzuführen und so ungewollt ein Konto zu eröffnen. Dieses Konto würden die Betrüger dann beispielsweise zur Geldwäsche nutzen, so die Bank.
Typischerweise würden als Einstieg in den Betrug gefälschte Stellenanzeigen publiziert. Die Bewerber würden dazu gebracht, im Online-Bewerbungsverfahren persönliche Daten inklusive Fotos von ihrem Personalausweis zu übermitteln. Mit diesen Daten würden die Betrüger im Hintergrund unter dem Namen des Bewerbers dann einen Antrag auf Kontoeröffnung bei einer Bank zu stellen. Anschliessen würden die Bewerber unter einem Vorwand dazu gebeten, eine Verifizierung bei einer vermeintlichen Partnerbank vorzunehmen. So würde im Namen des Bewerbers ein Konto eröffnet, für das die Betrüger die Zugangsdaten haben. Eine ähnliche Masche gebe es auch mit Immobilienanzeigen.

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