Opacc macht sich Gedanken zum Fachkräftemangel

1. Oktober 2013, 08:56
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Auch der Krienser ERP-Softwareanbieter Opacc macht sich Sorgen über den IT-Fachkräftemangel in der Schweiz.

Auch der Krienser ERP-Softwareanbieter Opacc macht sich Sorgen über den IT-Fachkräftemangel in der Schweiz. Obwohl es grosse Anstrengungen im Bildungswesen gebe, um dem Mangel entgegenzuwirken, sieht Opacc Entwicklungen, die der Förderung des Nachwuchses nicht nur dienlich seien. Opacc beklagt beispielsweise, dass die Luzerner Regierung den Plan, eine Informatik-Mittelschule zu gründen, kürzlich wegen Geldmangel abblasen musste. Bedauerlich, aber, so Opacc, "leider Realität".
Opacc versucht, der Situation durch Eigeninitiative zu begegnen, und investiert in die Ausbildung der eigenen Mitarbeitenden. Unter anderem, so erklärte uns Marketingleiter Urs Amrein beschäftigt der Softwarehersteller vier Mediamatik-Lehrlinge, je einen pro Jahrgang, und schickt Mitarbeitende zur Weiterbildung an Fachhochschulen. Zudem leisten sich die Krienser Professor Walter Dettling als Leiter des "OpaccCampus", in den neue Mitarbeitende routinemässig zur Weiterbildung geschickt werden.
Dass Opacc Mediamatikerlehrlinge ausbildet, könnte auch mit Dettling zu tun haben. Mediamatiker beschäftigen sich in ihrer Ausbildung nicht nur mit Informatik, sondern auch mit anderen Themen wie Gestaltung und Design, Multimedia, Marketing, Administration und Projektmanagement. Dettling glaubt, dass offenere, anwendungsorientierte Informatikausbildungswege mehr junge Leute für den Berufszweig begeistern könnten. Hauptsächlich den technischen Ansatz anzubieten, so Dettling, sei wenig zielführend: "Es wäre zu prüfen, ob die Attraktivität des Berufsfeldes Informatik nicht gesteigert werden könnte, wenn zu den bestehenden Studiengängen und Lehrberufen zusätzlich anwendungsnahe Themen aus den Bereichen Design, Kommunikation, Pädagogik, Literatur, Organisation, etc. angeboten würden." Die Option, anwendungsorientiert in die ICT-Branche einzusteigen, wäre für viele Menschen eine sinnvolle Alternative, glaubt Dettling, und die angespannte Situation könnte so möglicherweise gelindert werden. (Hans Jörg Maron)
(Interessenbindung: Opacc ist Werbekunde unseres Verlags)

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