Open Data: Schweiz macht vorwärts

19. September 2014, 12:32
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Weltweit gewinnt die Open-Data-Bewegung an Fahrt.

Weltweit gewinnt die Open-Data-Bewegung an Fahrt. Auch in der Schweiz entscheiden sich immer mehr öffentliche Institutionen, ihre nicht geheimen oder persönlichen Daten öffentlich zu machen. Vier Jahre nach dem ersten Treffen der Schweizer Open-Data-Community komme die Forderung, Daten der öffentlichen Hand zu öffnen, immer mehr auch von innen statt nur von aussen, teilt der Verein Opendata.ch mit. Es seien nicht bloss Programmierer und Aktivisten, die Open Data fordern, sondern immer mehr Akteure von Behörden und anderen grossen Organisationen selbst.
Als Beispiel nennt der Verein die Rhätische Bahn, die bei den SBB zusammen mit der Entwickler-Community auf offene Fahrplandaten pocht. Diese Position werde zunehmend auch innerhalb der SBB vertreten, die Forderung nach Öffnung komme von innen. Ein weiteres Beispiel ist die SRG, welche vergangene Woche Hackdays veranstaltete, um erstmals TV- und Radiodaten für Programmierer, Designer und Startups nutzbar zu machen.
Etwas mehr Offenheit wünschen sich die Open-Data-Mitglieder seitens Bund. Auch Politik, Technologie und Medien sollen ihren Beitrag leisten. "Wir müssen achtsam sein, was bei der laufenden Evaluation des Öffentlichkeitsgesetzes passiert", betonte Opendata.ch-Präsident André Golliez. Werde es eingeschränkt, riskiere die Schweiz einen Transparenz-Rückschritt. (mim)

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