Open Source und die öffentliche Hand

4. März 2009, 10:37
  • e-government
  • open source
  • behörde
image

White Paper fasst die Argumente der Open-Source-Befürworter zusammen.

White Paper fasst die Argumente der Open-Source-Befürworter zusammen.
Open-Source-Software, deren Quellcode öffentlich ist und die frei weiterentwickelt werden kann, findet sich wohl in jedem Unternehmen und in jedem Betrieb der öffentlichen Hand, auch wenn sich Anwender dessen nicht unbedingt bewusst sind. Doch noch haben viele Bedenken, Open-Source-Lösungen auch in Kernbereichen einer Behörde einzusetzen oder eigene Fachanwendungen auf quelloffenen Applikationen aufzubauen.
Ein heute erschienenes "White Paper" der Open-Source-Lobby ch/open fasst die fünf wichtigsten Argumente, die für den Einsatz von quelloffener Software als strategischer Ressource gerade in Behörden sprechen, zusammen. Zudem gibt es eine Reihe von "Testimonials" bekannter Leute, die zeigen, dass es sich bei der Open-Source-Bewegung schon lange nicht mehr um eine Sache von ein paar Einzelgängern handelt. Weiter geht das Papier auf eine Reihe von Vorurteilen ein, die gegenüber quelloffener Software ins Feld geführt werden können.
Das Papier eignet sich ausgezeichnet als Argumentarium in grundsätzlichen Diskussionen um den Einsatz von Open-Source-Lösungen oder -Komponenten in Organisationen der öffentlichen Hand. Berücksichtigt werden insbesondere auch "politische" Argumente, wie etwa die Rolle, die Open-Source für den Software-Werkplatz Schweiz spielen könnte.
Ein wichtiges Argument, das für den Einsatz von quelloffenen Software-Lösungen bei Schweizer Behörden sprechen könnte, fehlt. Ein schweizweites Verzeichnis von Open-Source-Lösungen bei der öffentlichen Hand würde Mehrfachentwicklungen und -Aufwände verhindern und zudem für einfach zu findende Referenzen sorgen. Ein solches Verzeichnis gibt es aber nicht. Warum eigentlich? (Christoph Hugenschmidt)
Das Papier Open Source und die öffentliche Hand oder bestellt (10 Franken / Stück) werden.

Loading

Mehr zum Thema

image

Basel-Stadt bricht Ausschreibung für E-Rechnungen ab

Gesucht wurde ein Service Provider für die Abwicklung der stark zunehmenden E-Rechnungen. Doch kein Angebot erfüllte die technischen Spezifikationen.

publiziert am 18.8.2022
image

Berner Polizei will "Herzstück der Informatik" in Riesenneubau unterbringen

Der Grosse Rat soll 343 Millionen für ein neues Polizeizentrum bewilligen. Dort sollen auch die Einsatzzentralen untergebracht werden.

publiziert am 18.8.2022
image

EFK: Konsularische Dienste müssen digitaler werden

Konsulate haben Nachholbedarf bei der Digitalisierung, findet die Eidgenössische Finanzkontrolle.

publiziert am 18.8.2022
image

Neue nationale EPD-Plattform

Bis Ende Jahr soll in 200 Schweizer Apotheken ein elektronisches Patientendossier eröffnet werden können.

publiziert am 17.8.2022