OpenCAPI: Alle gegen Intel

14. Oktober 2016, 08:48
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IBM, Google, Dell, HPE, AMD, Rackspace ... entwickeln einen offenen Standard für den Bau von schnelleren Servern. Nicht dabei sind Intel und Cisco.

IBM, Google, Dell, HPE, AMD, Rackspace ... entwickeln einen offenen Standard für den Bau von schnelleren Servern. Nicht dabei sind Intel und Cisco.
Eine mächtige Allianz von US-Tech-Firmen will noch dieses Jahr kostenlos Standards für den Bau von schnelleren Servern erarbeiten und veröffentlichen. Der Standard wird OpenCAPI (Open Coherent Accelerator Processor Interface) heissen. Darin wird vor allem der Einsatz von Beschleunigern innerhalb von Servern beschrieben. Das Thema gilt als heiss.
Als Beschleuniger sollen FPGAs und ASICs eingesetzt werden. FPGAs sind programmierbare ICs (integrierte Schaltkreise). Anders als in Mikroprozessoren wird die Logik in einem FPGA in den Schaltkreisen abgebildet, man kann sie aber (anders als bei ASICs) umprogrammieren.
Die neuen Standards sollen Server-Architekturen erlauben, die die Rechenleistung der Maschinen bis zu verzehnfachen.
Bei der Allianz machen die meisten Grössen der US-Techindustrie mit. IBM hat sie angestossen und Google ist mit dabei. Das erstaunt nicht, denn Google arbeitet schon seit über zwei Jahren in IBMs OpenPower-Foundation mit. Ebenfalls mit an Bord sind AMD, Rackspace, Mellanox, HPE, der FPGA-Hersteller Xilinx, Micron und Nvidia. Dell EMC hat sich erstmals als Beobachter mit ins Boot gesetzt.
Nicht dabei sind insbesondere Intel, aber auch Cisco und auch die chinesischen Grössen. Intel hat vor gut einem Jahr den FPGA-Hersteller Altera für 16 Milliarden Dollar geschluckt.
"This is big, really big"
Die US-Techpresse glaubt, die Allianz sei wichtig. "This is big, really big" schreibt etwa Patrick Moorhead von 'Forbes'. Man traut der Allianz offenbar zu, Intels Dominanz im Server-Business in Frage zu stellen. (hc)

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