OpenOffice die Zweite ist da

20. Oktober 2005, 17:08
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    Die Version 2.0 des kostenlosen Open Source-Büropaketes OpenOffice soll zahlreiche Verbesserungen bringen.

    Die Version 2.0 des kostenlosen Open Source-Büropaketes OpenOffice soll zahlreiche Verbesserungen bringen, darunter erstmals eine Datenbank (Bild).
    Nach einer kleinen Verzögerung zum Download zur Verfügung.
    Seit die erste Version von OpenOffice erschien, mussten die Anwender mehr als fünf Jahre auf die neue Version der Bürosuite warten. Dafür soll diese nun viele Verbesserungen bringen, die unter anderem die Bedienung erleichtern und die Kompatibilität mit Microsofts Office-Suite verbessern sollen – ein wichtiger Punkt, falls OpenOffice dem marktbeherrschenden Produkt wirklich ernsthaft Marktanteile abjagen soll.
    Sun ist das Unternehmen, das die meisten Ressourcen in die Entwicklung von OpenOffice steckt. Jonathan Schwartz, President und COO von Sun erklärte in einem Statement zum Launch von OpenOffice.org 2.0 euphorisch: "OpenOffice.org ist auf dem Weg dazu, die populärste Office-Suite der Welt zu werden." Angesichts der real existierenden Marktanteile nahm er damit den Mund wohl ziemlich voll. Aber wer weiss, jeder Weg beginnt schliesslich mit dem ersten (oder in diesem Fall zweiten) Schritt. Und mit der Unterstützung durch Google könnte vieles möglich werden.
    Datenbank und neue Oberfläche
    Für die zweite Version wurde OpenOffice wie erwähnt in vielen bereichen überarbeitet. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört eine neue Benutzeroberfläche, der Einbezug einer Datenbank und die Unterstützung des offenen Dokumentenformates OpenDocument. Über die Bedeutung von OpenDocument haben wir in letzter Zeit bereits ausführlich berichtet.
    Durch die Einführung eines Datenbankmoduls, die in der OpenOffice-Suite "Base" (Bild) genannt wird, werden die schon vorher vorhandenen Module zur Textverarbeitung "Writer"), Tabellenkalkulation ("Calc"), Präsentationserstellung ("Impress") und das Zeichnungstool ("Draw") ergänzt. Damit nähert sich OpenOffice von der Grundausstattung her an Microsoft Office an.
    Für die breite Masse der Anwender noch wichtiger dürfte aber die neue Oberfläche und die verbesserten Verarbeitungsmöglichkeiten für Microsoft-Files sein. Die neue Benutzeroberfläche mit Features wie der "Multi-Pane"-Ansicht soll gemäss den Entwicklern sogar für sehr unerfahrene Anwender leicht zu erlernen und zu benutzen sein.
    Im Bereich der Microsoft-Kompatibilität kann OpenOffice nun unter anderem auch passwortgeschützte "Word"-Files öffnen (Wenn man das Passwort kennt), unterstützt Microsofts "AutoShapes" und ausserdem wurden verschiedene Probleme bei der Übernahme von Excel-Files in Calc und umgekehrt beseitigt.
    Eine vollständige Liste der neuen Features findet man hier. (Hans Jörg Maron)

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