Opensource-Debatte in Dietikon

19. September 2012, 11:00
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Könnten mit einer Umstellung von Microsoft auf Open Source die IT-Kosten in Dietikon gesenkt werden? Nein, sagt der Stadtrat.

Könnten mit einer Umstellung von Microsoft auf Open Source die IT-Kosten in Dietikon gesenkt werden? Nein, sagt der Stadtrat.
In der Zürcher Stadt Dietikon ist im vergangenen Frühjahr eine Diskussion über Open-Source-Software als Alternative zu Microsoft entbrannt. Der Dietiker AL-Gemeinderat Ernst Joss und fünf Mitunterzeichnende wollten vom Stadtrat erfahren, ob eventuell Microsoft Office durch OpenOffice ersetzt werden könne, um so Kosten zu sparen. Nun aber hat sich offenbar herausgestellt, dass ein Umstieg für die Stadtverwaltung Mehrkosten verursachen würde.
Zusammenarbeit mit dem VRSG
Wie die 'Limmattaler Zeitung' heute berichtet, hat der Stadtrat einen einfachen Grund, warum Open Source nicht in Frage kommt: Die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen (VRSG) setze die Verwendung der Microsoft-Programme voraus, zitiert die Zeitung die Dietiker Regierung. Ein Umrüsten sei "unnötig" und würde "zu erheblichen Mehrkosten führen".
Laut dem Bericht unterstützen die 33 Programme und über 100 Fachanwendungen, welche die Dietiker Stadtverwaltung nutzt, einzig Windows-Betriebssysteme und das Office-Paket von Microsoft. Das VRSG bestätigte gegenüber der 'Limmattaler Zeitung', dass Microsoft Office Voraussetzung ist.
Ausserdem argumentiert der Stadtrat, dass bei OpenOffice oder LibreOffice ein Pendant zu Microsoft Outlook fehle. Weiter wird bemängelt, dass die Gratissoftware keine automatischen Software-Updates unterstütze. Ein grundlegender Wechsel von Microsoft auf Open Source wäre viel zu teuer, so die Schlussfolgerung der Dietiker Regierung. (mim)

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