Oracle bringt nächste Server-Generation

30. Juni 2010, 07:00
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"Sun Fire x86 Clustered Systems"

"Sun Fire x86 Clustered Systems"
Mit dem Launch neuer Sun-Server macht Oracle jetzt ernst mit der Kombination von Hard- und Software in einem Paket. Statt nur Komponenten zu liefern, sollen die neuen Server eine offene und integrierte Application-to-Disk-Lösung darstellen, die als einheitliches System verwaltet und betreut werden kann.
Insgesamt sind vier runderneuerte Server mit je zwei Xeon-5600-Prozessoren (Sun Fire X2270 M2, X4170 M2, X4270 M2 und Blade X6270 M2), zwei gänzlich neue Server mit vier oder bis zu acht Xeon 7500 (Sun Fire X4470 und X4800), ein neues Storage-Modul für das Blade-System 6000 (Sun Blade Storage Module M2) sowie 10-GBit/s-Ethernet-Switches mit bis zu 72 Ports angekündigt worden.
Unter der übergreifenden Bezeichnung "Sun Fire x86 Clustered Systems" laufen also sowohl die Rack-Server, Blades als auch die Cluster-Verbindung via 10-GBit-Switches. Adressiert werden damit Kunden, die eine Mischung aus leistungshungrigen Anwendungen von Oracle und anderen Anbietern verteilt über mehrere Systeme betreiben wollen. Ausgeliefert werden die Systeme mit Oracle Solaris, Oracle Enterprise Linux und Oracle VM, womit Oracle eine virtualisierte End-to-End-Umgebung als getestete Lösung für Oracle-Software verspricht. Für andere x86-Betriebssysteme und Virtualisierungsplattformen sind sie aber ebenfalls zertifiziert.
Zu den neuen Features zählt ein "Integrated Lights Out Manager" mit einheitlicher Schnittstelle für die Verwaltung aller Hardwarekomponenten, darunter Blades, Server, Storage, Netzwerkkomponenten, Stromversorgung und Virtualisierung. Ausserdem soll ein "Oracle Installation Assistant" künftig die Einrichtung vereinfachen. Zudem soll der Stromverbrauch der Systeme gegenüber den Vorgängerversionen um 45 Prozent gesenkt worden sein. Ohne höheren Stromverbrauch oder zusätzliche Kühlung soll sich somit die Serverkapazität ausbauen lassen.
Bei den Sun Fire X2270 M2, X4170 M2, X4270 M2 und Blade X6270 M2 hat sich wenig geändert: Statt der bisherigen Quad-Core-Xeons-Prozessoren sind neu auch in den Sun-Rechnern Hexa-Core-Xeons verbaut, die Management- und Fernwartungsfunktionen sind verbessert worden und neu kommen nun auch Flash-Speicher zum Einsatz. Dagegen sind die Sun Fire X4470 und X4800 komplett neu. In nun drei Höheneinheiten werkeln im Fire X4800 jetzt erstmals bis zu acht Xeon-Prozessoren. Bei IBM ist das freilich schon lange der Fall und HP will ebenfalls bald entsprechende Server vorlegen. (vri)

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