Oracle-Chef Ellison: "SAP liegt weit vor uns..."

26. März 2010, 12:12
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"...was die Zahl der CEO-Wechsel in diesem Jahr angeht." Ellison ist zu Spässen aufgelegt - kein Wunder, bei diesen Zahlen.

"...was die Zahl der CEO-Wechsel in diesem Jahr angeht." Ellison ist zu Spässen aufgelegt - kein Wunder, bei diesen Zahlen.
Der kalifornische Soft- und Hardwarehersteller Oracle bekam die Auswirkungen der Rezession verglichen mit Konkurrenten erst relativ spät zu spüren. Trotzdem erholt sich Oracle nun ziemlich schnell: Im vergangenen dritten Quartal per Ende Februar wuchs der Umsatz um 17 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel allein aufgrund von Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Sun-Übernahme um 11 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar. Ohne Einmaleffekte wäre der Gewinn um 9 Prozent gestiegen.
Die Integration von Sun verläuft gemäss Oracle besser als erwartet. Das Unternehmen geht davon aus, dass Sun im vierten Quartal einen "bedeutenden Beitrag" zu den Erträgen leisten wird und die Profitabilitätsziele erreichen wird.
Die Lizenzumsätze wuchsen im vergangenen Quartal um 13 Prozent, ohne Sun um 10 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Die Umsätze aus Software-Lizenz-Updates und aus dem Produkt-Support stiegen um 13 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar.
Ein weiterer Hinweis, dass Oracle seit zwei Quartalen wieder auf Kurs ist, ist die Tatsache, dass das Unternehmen für den laufenden Dreimonatsabschnitt ein Umsatzwachstum von 31 bis 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Co-Präsidentin Safra Catz sagte, die Auftrags-Pipeline sei sowohl im Soft- als auch im Hardware-Bereich voll.
Auch Oracle-Chef Larry Ellison kommentierte die Zahlen: "Jedes Quartal nehmen wir SAP beträchtlich Marktanteile ab. Das letzte Quartal von SAP war mit einem Rückgang von nur 15 Prozent das Beste ihres Geschäftsjahres, während der Verkauf von Oracle-Applikationen um 21 Prozent stieg." Einen weiteren Seitenhieb gegen den grossen Rivalen konnte sich Ellison nicht verkneifen: "Dafür liegt SAP weit vor uns, was die Zahl von CEOs in diesem Jahr angeht: sie haben bereits den dritten und vierten ankündigen müssen, während wir immer noch bei einem sind." (mim)

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