Oracle drängelt in den BI-Markt

26. Juni 2007 um 14:33
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"Business Intelligence" (BI) - also Datenauswertung, Prognosen und "Wenn-Dann-Szenarien" gelten als ganz heisses Thema.

"Business Intelligence" (BI) - also Datenauswertung, Prognosen und "Wenn-Dann-Szenarien" gelten als ganz heisses Thema. So hat Microsoft gewisse BI-Funktionen in die Datenbank SQL Server integriert und baut die Auswertungs-Werkzeuge in den Geschäftsanwendungen (Navision, Axapta) laufend aus. Der Markt wird aber heute noch dominiert von spezialisierten Anbietern wie Cognos, SAS oder Business Objects. Business Intelligence galt lange als zu teuer und zu komplex für kleinere und mittelgrosse Firmen, die sich meist mit "handgestrickten" Lösungen auf Excel-Basis beschränken.
Der Datenbankriese Oracle will sich nun mit einem relativ günstigen Angebot (1000 Dollar pro named User, US Preis) den Markt der mittelgrossen Firmen erschliessen. Das Softwarepaket kommt unter dem Namen Oracle Business Intelligence Standard Edition (SE) daher und umfasst eine Oracle 10g Datenbank, ein Werkzeug für die Erstellung von Reports und Analysen, einem Werkzeug für "Dashboards" (grafische Darstellung von Geschäftsergebnissen), den Oracle Warehouse Builder, mit dem sich Daten aus verschiedenen Quellen ziehen lassen und dem zentralen BI Server. Das Softwarepaket läuft unter Windows und es gibt Lizenzen zwischen fünf und fünzig Usern.
Um das Paket "KMU-tauglich" zu machen, kommt es mit einem vereinfachten Installationsprozess. Die funktionellen Möglichkeiten von Oracle BI SE entsprechen ungefähr der wesentlich teureren 'Enterprise Edition'. Allerdings ist die Zahl der externen Datenquellen, z.B. ein ERP-System, auf eine Oracle-DB und eine weitere relationale Datenbank beschränkt. "Flat Files" wie Excel-Tabellen können unbeschränkt als Datenlieferanten dienen.
Nicht integriert sind die Softwarewerkzeuge des jüngst übernommenen BI-Spezialisten Hyperion. (hc)

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