Oracle enttäuscht erneut

21. Juni 2013, 09:43
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Im traditionell wichtigsten Schlussquartal enttäuscht Oracle mit schwachen Verkaufszahlen.

Im traditionell wichtigsten Schlussquartal enttäuscht Oracle mit schwachen Verkaufszahlen.
Oracle bleibt zwar ein hochprofitabler Konzern, doch der Datenbank-Spezialist enttäuschte mit den jüngsten Quartalszahlen die Analysten, weil die Software-Verkäufe unter den Erwartungen lagen. Wie schon im Vorquartal stagnierte der Umsatz. Oracle setze in den vergangenen drei Monaten 10,9 Milliarden Dollar um und damit nur leicht mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn wuchs um 10 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar.
Normalerweise ist das vierte Quartal das stärkste, doch Oracle leidet unter der Zurückhaltung der Firmenkunden. Oracle hatte im Vorfeld vor allem mehr Verkäufe in China, Brasilien und Australien erwartet. Co-Präsidentin Safra Catz gab sich enttäuscht, weil der Mai in der Regel ein "sehr, sehr grosser und wichtiger" Monat sei.
Der Umsatz mit Hardware, Hardware-Support und Services sinkt, während jener mit Software wächst. Schaut man aber nur den Umsatz mit neuen Softwarelizenzen an und jenen mit Cloud-Abos, so konnte hier Oracle lediglich um 1 Prozent zulegen. CEO Larry Ellison meinte erneut, das Hardware-Business werde wohl bald zulegen.
Wachsendes Cloud-Business
Der andere Co-Präsident, Mark Hurd, sagte, man werde im Bereich Software-as-a-Service weiter zulegen. Die meisten der 500 neu angestellten Verkaufsleute kümmerten sich um den Verkauf von Cloud-Software. Laut Hurd ist das Cloud-Geschäft von Oracle grösser als jenes von Workday und es wachse auch schneller. Hurd sprach von 500 neuen Cloud-Kunden, die im Schlussquartal hinzugekommen seien. Der Umsatz gewisser Cloud-Lösungen wachse um 50 Prozent. Details nannte der frühere HP-Manager jedoch nicht. Nächste Woche werde man verschiedene Ankündigungen machen, so Hurd. (mim)

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