Oracle führt neues Partnerprogramm ein

13. Oktober 2009 um 14:35
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Neue Partnerstufen, offizielle Spezialisierungsmöglichkeiten, Partnersupport nun auch per Twitter und die erste Hardware für Oracle-Partner.

Neue Partnerstufen, offizielle Spezialisierungsmöglichkeiten, Partnersupport nun auch über Twitter und die erste Hardware für Oracle-Partner.
Oracle hat an seinem grossen Kunden- und Partnerkongress Oracle OpenWorld, der diese Woche in San Francisco stattfindet, ein grundlegend überarbeitetes Partnerprogramm angekündigt. Wie der weltweite Channel-Chef Judson Althoff meinte, sei dies die signifikanteste Veränderung im Channelprogramm "Oracle PartnerNetwork" (OPN) des Softwareriesen in den letzten zehn Jahren.
Um es gleich vorwegzunehmen: Das Sun-Produktfolio ist im neuen Programm noch nicht eingeschlossen. Oracle kann entsprechende Pläne frühestens bekannt geben, wenn die Übernahme endgültig durch die Wettbewerbsbehörden genehmigt, offiziell noch ein Produkt der Kooperation zweier unabhängiger Unternehmen, und nicht der bevorstehenden Übernahme von Sun durch Oracle.
"OPN Specialized", wie das neue Programm nun genannt wird, wird bereits am 1. Dezember in Kraft treten. Es definiert vier Partnerstufen, und Oracle-Partner können erstmals ihre Expertise in bestimmten Gebieten von Oracle durch offizielle Spezialisierungen bestätigen lassen. Für die ersten beiden Partnerstufen spielen diese aber noch keine Rolle.
Die vier Stufen
Darüber, wer zu welcher Stufe Zugang erhält, entscheidet gemäss Oracle ein Mix von Kriterien wie Kompetenzen, Umsätze, nachweisbare Erfolge mit Oracle-Produkten usw.
"Remarketer" ist die Grundstufe, für die es weder einen Partnervertrag braucht noch Gebühren an Oracle entrichtet werden müssen. Registrierte Remarketer dürfen nur die sogenannten "1-Click"-Produkte – die "einfachen" Oracle-Produkte wie die Oracle Database 11g Standard Edition und Standard Edition One - vertreiben. Sie erhalten dafür Zugang zu einigen Online-Trainings- und Sales-Tools.
Auch bei der zweiten Stufe "Silver" geht es hauptsächlich um die 1-Click-Produkte. "Silver"-Partner erhalten aber schon deutlich mehr Zugang zu Oracle-Ressourcen wie Trainings, Support, oder dem "Partner Business Center" . Dieser neue Partnerservice beinhaltet übrigens neben Telefon- und E-Mail-Support auch einen Suppport-Channel auf Twitter. Das in weltweit vier Standorten zentralisierte Business Center ersetzt die früheren regionalen Call Center für Partner. Oracle verspricht trotz der Zentralisierung Unterstützung in 24 Sprachen.
Ab der Stufe Gold haben Partner Zugang zum kompletten Oracle-Portfolio (inklusive der oben erwähnten, auf Sun-Hardware basierenden Exadata-Datenbankmaschine) und können sich auch als Applikationspartner bewerben. Erst ab dieser Stufe können sie eine der offiziellen Spezialisierungsrichtungen erwerben, müssen dies aber noch nicht tun. Obligatorisch werden Spezialisierungen erst für Platin-Partner, und zwar mindestens fünf. Für die Zertifizierungen können sich Platin-Partner ab dem 1. Dezember ein Jahr lang Zeit lassen.
Ab Stufe Silber müssen Oracle-Partner eine jährliche Gebühr entrichten. Gemäss 'CRN' beträgt diese je nach Stufe 500, 2500 respektive 9995 Dollar. Dafür erhalten die Partner einige Services, die Oracle bisher gesondert berechnete, gratis. Gemäss 'CRN' werden Platin-Partner beispielsweise Anrecht auf kostenlose Validierungsservices für die Produkteintegration haben.
Dutzende Spezialisierungen für Datenbanken, Middleware, Applikationen und Branchen
Zum Start des neuen Programms, das bereits am 1. Dezember in Kraft tritt, bietet Oracle in den Gebieten Datenbanken, Middleware, Applikationen und Branchen insgesamt 35 Spezialisierungen, die Partner erwerben können. Laut Channelchef Althoff soll die Zahl der möglichen Spezialisierungen bis Mitte 2010 auf über 50 erhöht werden. (Hans Jörg Maron)

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