Oracle härter als erwartet von Krise getroffen

17. September 2009, 11:04
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"SAP ist schuld".

"SAP ist schuld".
Der US-Software-Gigant Oracle (Datenbanken, Middleware, ERP-Systeme) hat die Börse mit relativ schlechten Zahlen für das erste Quartal (bis Ende August) überrascht. Der Umsatz des Konzerns fiel um fünf Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Auffallend: Die Erlöse aus Neuverkäufen von Software-Lizenzen sanken im Vergleich zum Vorjahr sogar um 17 Prozent. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass sich die Umrechnungskurse des Dollars für Oracle ungünstig entwickelten.
Originell scheint uns die Begründung, die ein Oracle-Sprecher für den Rückgang der Neuverkäufe lieferte. Man habe in Europa und Asien weniger Datenbanken verkauft, weil SAP, im Datenbank-Bereich ein Reseller von Oracle, sonst ein erbitterter Konkurent, weniger Software abgesetzt habe.
Während Oracle die selbst verkündeten Ziele in Sachen Umsatz verfehlte, gelang es dem Konzern, Marge und Gewinn weiterhin zu steigern. Netto verdiente Oracle im Sommer 1,1 Milliarden Dollar, die "operative Marge" stieg auf fast schon unanständige 34 Prozent des Umsatzes. In den letzten zwölf Monaten generierte der Software-Riese einen Cash-Flow von 8,5 Milliarden Dollar. Oracle kann damit theoretisch die geplante Übernahme von Sun Microsystems aus dem laufenden Geschäft nur eines Jahres finanzieren. (hc)

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