Oracle hat Geld für eine Dividende

19. März 2009, 10:16
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Oracle trommelt sich auf die Brust.

Oracle trommelt sich auf die Brust. Während viele andere Unternehmen angesichts der Krise und mangelnder Profite ihre Dividenden kürzen, zahlt Oracle zum ersten Mal in seiner Geschichte eine solche aus. Mit der unerwarteten Gabe an seine Aktionäre kann der Softwareriese erstens seinen Aktienkurs stützen und zweitens unterstreichen, dass seine Geschäfte trotz Krise immer noch recht gut laufen.
Im Quartal, das am 28 Februar endete, stieg der Umsatz von Oracle zwar verglichen mit dem entsprechenden Quartal des Vorjahrs nur um zwei Prozent auf 5,45 Milliarden Dollar, und der Reingewinn sank um ein Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar. Die Stagnation wurde aber, wie Oracle erklärte, vor allem durch den starken Dollar verursacht. Bei gleichbleibenden Wechselkursen wäre der Umsatz um 11 Prozent und der Gewinn um 14 Prozent gestiegen. Dass die Krise doch auch bei Oracle leichte Spuren hinterlässt, zeigt der Umsatz mit Neulizenzen, der um 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar sank. Demgegenüber stehen aber die Support-Einkünfte, die um 11 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar angewachsen sind.
Oracle will ab Mai eine vierteljährliche Dividende von 5 Cent pro Aktie ausschütten, was den Softwarehersteller gemäss 'Wall Street Journal' rund eine Milliarde Dollar pro Jahr kosten wird. Damit kratzt Oracle seine Geldreserven aber nicht ernsthaft an. Das Unternehmen generiert rund 8 Milliarden Dollar Cash pro Jahr und hat gegenwärtig etwas über 8 Milliarden Dollar an Bargeld in der Hinterhand. (hjm)

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