Oracle lanciert Cloud-Maschine

20. September 2010, 09:20
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Oracle startet Hardwareoffensive mit einer "Instant-Cloud".

Oracle startet Hardwareoffensive mit einer "Instant-Cloud"-Maschine.
Die diesjährige "Open World"-Konferenz von Oracle, die gestern in San Francisco startete, dürfte neben vielem anderen auch der eigentliche Startschuss für Oracles Offensive im Hardwaregeschäft nach der Übernahme von Sun sein. Oracle hat, als eine seiner ersten grossen Ankündigungen an der "OpenWorld"-Konferenz, die "Oracle Exalogic Elastic Cloud" vorgestellt, eine vorkonfigurierte und integrierte Hard- und Softwarekombination zum Betrieb von internen oder öffentlichen Cloud-Services. Zielkundschaft der "Cloud-Maschinen", deren Listenpreis bei rund einer Million Dollar beginnt, sind Grossunternehmen, die interne Applikationen auf einer vollvirtualisierten Cloud-Infrastruktur betreiben wollen sowie Provider, die externe Cloud-Services anbieten möchten.
Oracle tritt damit in direkte Konkurrenz zu anderen Anbietern von "Instant"-Cloud-Infrastrukturen wie Cisco/EMC ("vBlock" von Microsoft und diversen Partnern.
Die Wolkenmaschine von Oracle ist vor allem für den Betrieb von Java-Applikationen sowie Oracle "Fusion"-Middleware und Fusion-Applikationen ausgelegt. Laut Oracle ist das System aber auch voll kompatibel mit allen Applikationen von Drittherstellern für Oracle Linux 5 und Solaris 11.
Die Systeme basieren auf Oracles eigener Virtualisierungssoftware. Als Gastbetriebssysteme können Solaris oder Oracle Linux eingesetzt werden. Die Managementsoftware verspricht, wie sich das für eine "Cloud"-Software gehört, einen hohen Automatisierungsgrad für alle Aufgaben von der Implementierung einer Applikation über die Zuteilung von Ressourcen, testen, Überwachung und Management der Applikationen bis zum Hardware-Support.
Oracle bietet Exalogic-Konfigurationen ab einem "Viertelrack" mit acht Servern an. Die einzelnen Server – Oracle nennt sie Nodes – sind über Infiniband verbunden. Sie beinhalten je zwei Intel-Xeon-CPUs mit je sechs Kernen, 96GB RAM und zwei 16GB-SSD-Disks. Pro Rack kann bis zu 40 Terabyte SAS-Harddisk-Speicher verwendet werden. Ein volles Rack kann mit bis zu 30 Nodes bestückt werden. Maximal können zudem bis zu acht Racks zu einem Gesamtsystem zusammengeschaltet werden. (hjm)

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