Oracle lanciert neue Sparc-Generation

27. Oktober 2015, 16:29
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Oracle hat die neuste Version seiner Sparc-CPUs schon vor über einem Jahr mit viel Vorschusslorbeeren angekündigt.

Oracle hat die neuste Version seiner Sparc-CPUs schon vor über einem Jahr mit viel Vorschusslorbeeren angekündigt. Nun bringt Oracle die neuen "revolutionären" Chips, beziehungsweise darauf basierende Server, auf den Markt.
Der Sparc M7, Nachfolger des T5, ist die erste vollständig unter der Ägide von Oracle entwickelte Sparc-Generation. Seit der Übernahme von Sun im Jahr 2010 hat Oracle im Servermarkt sehr viel Umsatz verloren. Mit den neuen Sparcs soll sich dies nun ändern, hofft Oracle.
Die Sparc M7 CPUs sind, wie man das von neuen CPUs erwartet, deutlich leistungsstärker als ihre Vorgänger. Erreicht wurde dies vor allem durch eine Vervielfachung der Prozessorkerne und der Multithreading-Kapazität. Jede CPU enthält 32 Kerne (bisher 8) und kann insgesamt bis zu 256 Softwarethreads gleichzeitig verarbeiten. Die interessanteste Neurung ist aber die Idee Oracles, bisher von Software übernommene Funktionen direkt in der Hardware abzubilden und so zu beschleunigen. Damit erhalten die neuen CPUs teilweise den Charakter von anwendungsspezifischen ASICs.
Zu diesen Features gehört die "Security in Silicon“-Technologie, die laut Oracle innovative Intrusion-Detection- und Verschlüsselungsfunktionen erlaubt. Dazu gehört eine Funktion zur Überwachung von Speicherinhalten ("Silicon Secured Memory"). Diese soll einerseits gewisse Cyberangriffe abwehren und gleichzeitig die Verlässlichkeit bei In-Memory-Computing-Anwendungen erhöhen.
"SQL in Silicon“ soll unter anderem die Dekomprimierung von Daten und damit die Verarbeitung von Datenbanken beschleunigen und für "bisher nicht dagewesene Leistung" für Unternehmens-, Big-Data- und Cloud-Anwendungen sorgen.
Das Portfolio der auf Sparc M7 basierenden Server von Oracle reicht vom Sparc T-1 mit einem CPU-Sockel bis zum Sparc M7-16, der mit bis zu 16 CPUs bestückt werden kann. (hjm)

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