Oracle lanciert seine Wolke

11. Oktober 2011, 09:38
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Datenbankservices, Javaplattform und Applikationen aus der Wolke.

Datenbankservices, Javaplattform und Applikationen aus der Wolke.
Oracle hat an seiner OpenWorld-Konferenz letzte Woche seine "Oracle Public Cloud" lanciert, über die Kunden im Selbstbedienungsprinzip Zugriff auf Oracle-Datenbankservices, eine Plattform zum Betrieb von Java-Anwendungen, die "Fusion"-Applikationen CRM und HCM sowie Oracles Kollaborationssuite "Social Network" erhalten. Der Softwareriese bietet also in seiner Public Cloud, wie CEO Larry Ellison betonte, sowohl "Platform-as-a-Service"-Angebote (Datenbank, Java-Betrieb) als auch "Software-as-Service" (Applikationen, Social Network) an.
Die Services aus der Oracle-Cloud werden, je nach Angebot, pro User und Monat oder pro Umgebung und Monat abgerechnet werden. Das Hauptargument, mit dem Oracle Kunden darauf locken will, ist die Einfachheit eines "Umzugs" in die Wolke: Kunden sollen genau die gleichen Business-Applikationen wahlweise sowohl vor Ort als auch in der Cloud betreiben können. Auch Datenbank und Java-Applikationen sollen laut Oracle in die Cloud gebracht werden können, ohne dass sie umgeschrieben werden müssen.
Bereits als Cloud-Service erhältlich sind Oracles Kundenbeziehungssuite Fusion CRM sowie die Personalmanagementsoftware HCM (Human Capital Management). Der Datenbank- und Java-Service sowie das Social Network sollen "in naher Zukunft" folgen. Die Services stehen im Prinzip Kunden weltweit offen, werden aber vorerst nur in Rechenzentren in den USA betrieben. Rechenzentren in anderen Regionen sollen je nach Nachfrage später folgen.
Die Cloud-Service-Versionen von CRM und HRM unterscheiden sich laut Oracle nicht von ihren "Vor-Ort"-Versionen. Das Social Network bietet eine Sammlung von Kommunikations- und Kollaborationstools, die stark in die Oracle-Applikationen integriert sind. Der auf Oracle 11g Release 2 basierende Datenbankservice beinhaltet unter anderem den Zugang zu Datenbankschemen, Entwicklungstools, und APIs für Webservices. Die Java-Plattform basiert auf Oracles WebLogic-Server und unterstützt verschiedene Entwicklungsumgebungen wie JDeveloper, NetBeans oder Eclipse. (Hans Jörg Maron)

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