Oracle leidet im Lizenz-Geschäft

18. Dezember 2014, 09:06
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Cloud-Umsätze wachsen, doch das traditionelle Software-Geschäft lahmt.

Cloud-Umsätze wachsen, doch das traditionelle Software-Geschäft lahmt.
Oracle hat im zweiten Geschäftsquartal zwar die Erwartungen der Analysten übertroffen, doch glänzend ist das Resultat nicht. Der Gesamtumsatz wuchs um etwas mehr als 3 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Doch beim Nettogewinn musste Oracle einen Rückgang um 2 Prozent hinnehmen und das Hardware-Geschäft kommt weiterhin nicht vom Fleck.
Im traditionellen Geschäft mit Lizenz-Updates und Support konnte Oracle um 5,6 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar zulegen. Allerdings sank der Umsatz mit neuen Software-Lizenzen erneut und sogar stärker als im Vorquartal - langfristig gesehen ist dies für den Datenbank-Riesen ein schlechtes Zeichen. Der Rückgang betrug im abgelaufenen Quartal 3,6 Prozent auf 2 Milliarden Dollar.
Stolz kann Oracle hingegen auf das Cloud-Geschäft sein, wo man erneut ein Plus im zweistelligen Bereich verzeichnen konnte. Das Business wuchs um 45 Prozent auf 516 Millionen Dollar. Die Zahl zeigt, wie klein das Cloud-Business bei Oracle noch immer ist. Am stärksten legte Oracle bei Infrastructure-as-a-Service zu (+60 Prozent auf 155 Millionen), während Platform-as-a-Service und Software-as-a-Services um 39 Prozent auf 361 Millionen zulegten. Firmengründer Larry Ellison sagte, Oracle werde im nächsten Geschäftsjahr mehr Online-Software-Abos verkaufen als Marktleader Salesforce. (mim)

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