Oracle macht Schluss mit preiswerter MySQL-Unterstützung

3. November 2010, 15:48
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Einmal mehr macht Larry Ellison nicht gerade positive Schlagzeilen.

Einmal mehr macht Larry Ellison nicht gerade positive Schlagzeilen. Diesmal weil er soeben die neue Preisliste für MySQL vorgelegt hat. Oracle kann offensichtlich nicht genug bekommen. Denn die Preise sind drastisch erhöht worden. Seit dem Zukauf von Sun Micosystems geht es bei Oracle nur noch aufwärts, sagen die Spötter, diesmal halt dadurch, dass Oracle den Zugang zur freien MySQL-Datenbank verteuert.
Für kleinere Unternehmen heisst das, sie müssen für den Einstieg in die MySQL-Welt künftig die "Standard Edition" für knapp 2000 Dollar kaufen. Damit hat sich der Preis gegenüber dem einstigen Basic-Paket von Sun (599 Dollar pro Server) fast vervierfacht. Nicht anders sieht es bei dem einst für rund 2000 Dollar von Sun angebotenem Silver-Paket aus. Es wird neu als "Enterprise Edition" für knapp 5000 Dollar feilgeboten. Und die "Cluster Carrier Grade Edition" wird künftig 10'000 Dollar pro Jahr kosten: Sun hatte sein Platin genanntes Top-Level-Support-Paket noch für die Hälfte verkauft. Alle Preise beziehen sich auf einen Server mit bis zu vier Sockets. Wer mehr will, hat bei den Sales-Leuten von Oracle nachzufragen. Transparenz sieht anders aus.
Inzwischen hat auch schon die Konkurrenz reagiert. Ulf Sandberg, Chef des im Juni erst gegründeten Startups SkySQL, bietet in einem öffentlichen Schreiben bereits Rabatte für wechselfreudige, weil preisbewusste MySQL-Kunden an, die bis zum 15. Dezember 2010 zu SkySQL wechseln. Sandberg kennt jedenfalls seine Kunden, war er doch zuvor Chef der MySQL-Professional-Services. (vri)

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